EU-Schluss: Gute Zahlen und Spanien bringen Gewinne

Dies sagte Stratege Mike Lenhoff von Brewin Dolphin. Zudem hatte sich im Euroraum die Wirtschaftsstimmung zum fünften Mal in Folge aufgehellt, die Industrieproduktion im Euroraum war im März deutlich stärker als erwartet gestiegen. Derweil will Spanien 2010 und 2011 insgesamt 15 Milliarden Euro sparen und das Haushaltsdefizit rascher abbauen als bisher geplant.


Der EuroStoxx 50 gewann 1,24 Prozent auf 2.764,31 Punkte. In Paris stieg der CAC 40 um 1,10 Prozent auf 3.733,87 Punkte. Der Londoner FTSE 100 verbuchte ein Plus von 0,92 Prozent auf 5.383,45 Punkte.


Gleichwohl rechnen Händler damit, dass die Kurse in den kommenden Tagen noch schwankungsfreudig bleiben. «Die Märkte sind nach wie vor ein wenig skeptisch, was den politischen Willen zum Sparen angeht», sagte Fondsmanager Colin McLean von SVM Asset Management mit Blick auf das europäische Rettungspaket.


Ein Zugpferd für die Kurse war am Mittwoch der zuletzt tief in den roten Zahlen steckende niederländische Finanzkonzern ING. Er hatte im ersten Quartal wieder Geld verdient und mit seinem Überschuss positiv überrascht. Den Aktien verhalf das zu einem Kursplus von 4,23 Prozent auf 7,030 Euro.


Dagegen verloren die Titel des niederländischen Versicherers Aegon 1,81 Prozent auf 5,108 Euro, obwohl der Konzern mit seinem Gewinn im ersten Quartal die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertroffen hatte. Die italienische Bank Unicredito Italian hatte mit ihrem Quartalsgewinn ebenfalls positiv überrascht, der Kurs fiel dennoch um 0,31 Prozent auf 1,9340 Euro.


Um 0,38 Prozent auf 15,740 Euro nach oben ging es für Papiere des italienischen Versicherungskonzerns Generali nach Zahlen. Das Unternehmen sieht sich nach einem überraschend hohen Gewinnsprung im ersten Quartal auch für das Gesamtjahr weiter im Aufwind. Der Gewinn soll 2010 höher ausfallen als im Vorjahr. Von Januar bis März hatte sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 527 Millionen Euro verfünffacht. Ebenfalls im Plus notierten Papiere von Credit Agricole, allerdings vor Zahlen. Sie stiegen um 1,52 Prozent auf 10,665 Euro. Die französische Bank wollte kurz nach Börsenschluss berichten, wie das erste Quartal gelaufen ist.


Einen Sprung um 8,10 Prozent auf 48.300,000 Dänische Kronen machten die Aktien von Möller Maersk, nachdem die Reederei mit ihrer Geschäftsentwicklung im ersten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und den Gewinnausblick für 2010 angehoben hatte.


Bereits am Vorabend nach Börsenschluss hatte der französische Medienkonzern Vivendi einen Umsatz- und Gewinnanstieg berichtet. Die Aktien gewannen 2,96 Prozent auf 18,445 Euro. Bouygues-Titel legten um 4,25 Prozent auf 36,080 Euro zu. Beim französischen Bau-, Medien- und Telekomkonzern war der Umsatz zwar etwas zurückgegangen, dafür war die Profitabilität einigermassen stabil geblieben. (awp/mc/ps/31)

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