Euro deutlich gefallen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3660 (Mittwoch: 1,3756) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7321 (0,7270) Euro. Am Mittwoch hatte der Euro noch zeitweise über der Marke von 1,38 Dollar notiert.


Unsicherheit über EU-Griechenlandplan
«Die Schuldenkrise Griechenlands bleibt das beherrschende Thema am Devisenmarkt», sagte Thomas Amend, Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Vor allem die Unsicherheit darüber, wie ein möglicher Hilfsplan der Europäischen Union im Notfall aussehen könnte, belaste den Euro. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat eine Entscheidung über einen europäischen Notfallplan beim EU-Gipfel kommende Woche gefordert. Die EU-Staaten haben sich bereits auf Hilfsmechanismen verständigt, ohne allerdings die Details der Öffentlichkeit mitzuteilen. Eine endgültige Entscheidung könnten die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am 25. und 26. März fällen.


Hauptthema bis im Mai
«Das Thema Griechenland den Devisenmarkt wohl bis Mai dominieren», sagte Amend. Dann sollte sich abzeichnen, ob Griechenland seine Stabilisierungsziele erreichen und sich selbst am Markt refinanzieren kann. Auch die Schuldenprobleme anderer Eurozonen-Ländern sollten die Gemeinschaftswährung weiter belasten. In der zweiten Jahreshälfte könnte sich laut Amend jedoch das Blatt für den Euro drehen. Dann dürften die ebenfalls grossen Schuldenprobleme der USA und Grossbritanniens stärker in den Blick geraten.


Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89400 (0,89620) britische Pfund , 123,33 (124,43) japanische Yen und 1,4474 (1,4511) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.122.75 (1.121,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.394,95 (26.395,15) Euro. (awp/mc/pg/27)

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