Euro gibt erneut deutlich nach

«Die Lage am Devisenmarkt ist zurzeit undurchsichtig», sagte Experte Klaus Gölitz vom Bankhaus M.M. Warburg. Neben der Sorge um das spanische Bankensystem werde der Euro von einigen Gerüchten belastet. «Eine bevorstehende Zinssenkung der EZB, wie heute am Markt zu vernehmen war, ist natürlich Unsinn», unterstrich Gölitz. Auch die Verunsicherung angesichts der Stützung einer regionalen Sparkasse durch die spanische Notenbank sei übertrieben. «Trotzdem passt die Marktreaktion in das vorherrschende Bild eines angeschlagenen Euro.»


Schwache Aktienmärkte
Unter Druck geriet der Euro am Dienstag auch durch die erneut schwachen Aktienmärkte. Für etwas Erleichterung sorgten am Nachmittag Zahlen zum amerikanischen Verbrauchervertrauen. So stieg das Barometer des privaten Forschungsinstituts «Conference Board» im Mai deutlich an. «Die Stimmungsaufhellung hat die Aktienmärkte zumindest etwas gestützt und damit auch dem Euro geholfen», sagte Gölitz.


Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85205 (0,86080) britische Pfund , 109,53 (111,63) japanische Yen und 1,4244 (1,4339) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.198,25 (1187.00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 31.604,10 (30.573,20) Euro. (awp/mc/pg/26)

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