Euro sinkt deutlich unter 1,44 US-Dollar – Handel dünnt zusehends aus

«Die US-Konjunkturdaten haben nicht für einen neuen Impuls am Devisenmarkt gesorgt», sagte Devisenexperte Uwe Janz vom Bankhaus M.M. Warburg & Co. So wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal trotz Turbulenzen auf dem Immobilienmarkt und im Kreditsektor mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,9 Prozent und damit so kräftig wie ursprünglich gemeldet und am Markt generell erwartet. Auch die US-Frühindikatoren hätten mit einem leichten Rückgang nicht für eine Überraschung am Markt gesorgt. Insgesamt sei das Geschehen unmittelbar vor den Weihnachtstagen sehr überschaubar.


Die negativen Nachrichten rissen weiter nicht ab
«Alle bereiten sich auf die Feiertage vor», sagte Janz. Am grundlegenden Konjunkturbild habe sich in jüngster Zeit unterdessen nichts verändert. So schrieb die krisengeplagte US-Investmentbank Bear Stearns wegen Milliardenabschreibungen im vierten Quartal tiefrote Zahlen. Die negativen Nachrichten rissen weiter nicht ab, sagte Janz. Vor diesem Hintergrund sieht der Experte die etwas schwächere Tendenz beim Euro als eine rein technische Korrektur in einem insgesamt sehr dünnen Markt.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,72150 (0,71750) britische Pfund , 162,30 (162,54) japanische Yen und auf 1,6603 (1,6600) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 795,25 (799,75) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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