Eurokurs bei ruhigem Handel leicht gesunken – Über 1,36 US-Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3632 (Freitag: 1,3705) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete 0,7336 (0,7297) Euro.


Ruhiges Umfeld in einer engen Spanne
«Der Euro hat sich heute in einem ruhigen Umfeld in einer engen Spanne bewegt», sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Von den wenigen Konjunkturdaten aus der Eurozone wie dem Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe seien nur geringfügige Impulse ausgegangen. In der Eurozone hat sich die Stimmung in der Industrie im August erneut leicht eingetrübt. Der entsprechende Index sank von 54,9 Punkten im Vormonat auf 54,3 Punkten. In den USA bleiben die Finanzmärkte aufgrund eines Feiertags geschlossen.


Fokus auf der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank
«In der laufenden Woche liegt der Fokus auf der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag sowie auf dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag», sagte Praefcke. Bis dahin sei mit einem eher verhaltenen Handel zu rechnen, wobei Meldungen vom krisengeschüttelten US-Hypothekenmarkt weiterhin für Bewegung sorgen könnten. Für die Zinsentscheidung der EZB rechnen Experten angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten mehrheitlich nicht mehr mit einer Zinserhöhung. Zwar hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet Anfang August noch ein Signal für eine Zinserhöhung im September gegeben. Infolge der Marktturbulenzen nach dem Übergreifen der US-Subprime-Krise dürfte ein Zinsschritt aber nicht mehr wahrscheinlich sein, so die Mehrheitsmeinung unter Ökonomen.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,67575 (0,67795) britische Pfund , 157,86 (159,25) japanische Yen und auf 1,6479 (1,6451) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit unverändert 672,00 Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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