Eurokurs gefallen – Robuste US-Konjunkturdaten am Nachmittag

«Nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten ist der Euro etwas unter Druck geraten», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im August stärker als erwartet gestiegen, zudem hellte sich ein Frühindikator für die Region New York wieder auf. Am Markt werde offenbar darauf spekuliert welche Notenbank als erste die Zinsen anheben wird – auch wenn der Zeitpunkt für eine Zinserhöhung noch in weiter Zukunft liege. Die Daten seien ein kleines Indiz dafür, dass dies die US-Notenbank sein könnte.


Euro geht die Luft aus
Insgesamt war die Reaktion auf die Konjunkturdaten jedoch sehr verhalten, sagte Rieke. Nach dem jüngsten Anstieg des Euro gehe diesem offenbar die Luft aus. Am Anfang des Monats hatte der Euro noch bei 1,42 Dollar notiert. «Es hat jetzt eine Desensibilisierung für Daten stattgefunden.» So habe auch die etwas enttäuschend ausgefallenen ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland am Markt kaum eine Rolle gespielt.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88690 (0,87900) britische Pfund , 133,26 (132,30) japanische Yen und 1,5162 (1,5133) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 996,00 (999,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22.125 (22.175) Euro. (awp/mc/pg/28)

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