Eurokurs pendelt sich über 1,18 US-Dollar ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,1852 (Freitag: 1,1896) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8437 (0,8406) Euro.


Musik spielt in Japan
«Die Musik spielt eindeutig in Japan», sagte Devisenexperte Frank Möller von der Bremer Landesbank. Zunehmende Spekulationen über ein rasches Ende der überaus lockeren Geldpolitik in Japan sorgten für ein Erstarken des Yen. «Der Markt setzt angesichts robuster Konjunkturdaten und jüngster Aussagen von Währungshütern auf eine überfällige Normalisierung der Geldpolitik in Japan», sagte Möller. Die Aussicht auf ein Ende des Notstandszinsniveaus in Japan setze vor allem den Dollar unter Druck. Die japanische Notenbank hält den Leitzins angesichts der Jahre währenden Deflation auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.


Neuausrichtung der japanischen Notenbank
Im Sog der erwarteten Neuausrichtung der japanischen Notenbank habe auch der Euro etwas nachgegeben, sagte Möller. Die Aussicht auf eine weitere Leitzinserhöhung der EZB am Donnerstag s tütze den Euro aber. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet dürfte auch nach der am Markt allgemein erwarteten Zinserhöhung in dieser Woche weitere moderate Schritte nicht ausschließen, sagte Möller. Die Zinstreppe gehe sowohl in Japan als auch in der Eurozone nach oben.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68105 (0,68030) britische Pfund, 137,77 (139,11) japanische Yen und 1,5637 (1,5602) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 553,25 (554,15) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)


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