EZB sieht keine Veranlassung zu Zinsschritt wegen Ölpreis

Der Ölpreis ist seit Anfang August nicht mehr unter die Marke von 60 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gefallen. In der Folge hatte die EZB ihre Wachstumsprognose für den Euro-Raum für 2006 von 2,0 auf rund 1,8 Prozent gesenkt. Sollte der Ölpreis weiter steigen, «müssten wir auch unsere Wachstumseinschätzungen revidieren», sagte Issing.


Der Währungshüter verteidigte die Zinspolitik der EZB, die seit zwei Jahren die Leitzinsen für den Euro-Raum nicht verändert hat. Die «Wachstumsschwäche» der Staaten mit der Gemeinschaftswährung sei «überwiegend ein Strukturproblem, das sich nicht mit niedrigen Zinsen lösen lässt», betonte Issing. «Was zu tun bleibt, ist längst bekannt: durchgreifende Massnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitsmärkte und zum Bürokratieabbau im Euro-Gebiet.» (awp/mc/as)

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