Gazprom will mehr für E.ON-Beteiligung an russischem Gasfeld

Gazprom wolle mehr herausschlagen als den bislang vereinbarten Preis von 1,2 Milliarden Euro sowie Beteiligungen an den ungarischen E.ON-Töchtern, berichtete die «Welt» (Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Selbst der Rauswurf von E.ON aus dem milliardenschweren Gemeinschaftsprojekt zur Erschliessung eines der grössten russischen Erdgasfelder werde nicht mehr ausgeschlossen. Parallel dazu suche E.ON einen Weg ohne den Partner auf den russischen Strommarkt.


Wert der Beteiligung habe sich erhöht

Die Forderungen des russischen Staatskonzerns würden aus Kreisen von Gazprom bestätigt, hiess es weiter. Gazprom-Manager begründeten die Nachforderung mit dem in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Gaspreis. Damit habe sich auch der Wert der Beteiligung an dem Gasfeld extrem erhöht. «Wir versuchen einfach einen besseren Kompromiss herauszuquetschen», hiess es laut «Welt» aus Moskau. In E.ON-Kreisen werde der Konflikt mit dem russischen Partner bes tätigt: «Die Russen wollen die bisherigen Vereinbarungen auflösen und neue Beteiligungen an Kraftwerken.»

Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter

Das Feld Juschno-Russkoje verfügt über Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Erdgas und kann die Gasexporte nach Deutschland für 15 Jahre sichern. Die Förderung soll im kommenden Jahr beginnen. An Juschno-Russkoje ist neben Gazprom auch die BASF über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom beteiligt. (awp/mc/ab)
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