Genzyme lässt Sanofi-Aventis erneut abblitzen

Dies schreibt Sanofi-Chef Chris Viehbacher in einem am Montag veröffentlichten Brief. Das US-Unternehmen hält diese Offerte für deutlich unter Wert. Genzyme hat dem Ansinnen Sanofis nach eigenem Bekunden bereits am 11. August eine Absage erteilt. Da die Franzosen die Offerte nicht aufgestockt haben, sei für Genzyme kein Grund für ein Abrücken von der bisherigen Haltung gegeben.


Sanofi wendet sich direkt an Genzyme-Aktionäre
Sanofi-Aventis hatte am Sonntagabend angekündigt, im Kampf um Genzyme in die Offensive zu gehen. Nachdem die Genzyme-Spitze dem Werben des Pharmakonzerns wochenlang nicht nachgegeben hatte, wendeten sich die Franzosen direkt an die Aktionäre und boten ihnen 69 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Unternehmenswert von 18,5 Milliarden Dollar (14,5 Mrd Euro).


Pharmaindustrie unter Konsolidierungsdruck
Wegen auslaufender Patente und zunehmender Konkurrenz durch Nachahmerprodukte (Generika) stehen viele Pharmaunternehmen unter Konsolidierungsdruck – daher kam es in dieser Branche bereits in den vergangenen Jahren immer wieder zu Milliardenübernahmen. Zu den am meisten verkauften Produkten von Genzyme zählt ein Medikament gegen eine seltene genetische Krankheit, bei dem das Risiko eines Nachahmermedikamentes relativ gering wäre. Das Unternehmen hat mehr als 12.000 Mitarbeiter. (awp/mc/ps/18)

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