Hannover Rück sieht in Vertragserneuerungsrunde teils deutlich höhere Raten

Dies geht aus einer Präsentation von Konzernchef Wilhelm Zeller an diesem Dienstag hervor, die an Analysten bei dem German Investment Seminar von Dresdner Kleinwort Wasserstein in New York gerichtet ist. Am 7. Februar informiert die Gesellschaft detailliert über die Vertragserneuerungsrunde 2006.

Prämiensteigerungen um bis zu 100 Prozent in den Teilen der USA
Die Prämiensteigerungen um bis zu 100 Prozent für diese Rückversicherungen beträfen Katastrophen-Deckungen in den Teilen der USA, die in der vergangenen heftigen Hurrikansaison grosse Schäden verzeichnet hätten. In den Teilen der Vereinigten Staaten, die von den Wirbelstürmen verschont geblieben seien, erhöhe die Hannover Rück ihre Raten leicht. Rückversicherer nutzen teure Naturkatastrophen normalerweise, um die Preisschrauben anzuziehen. 2006 wird Zeller zufolge ein «hervorragendes Jahr» für die MDAX-Gesellschaft , wenn aussergewöhnliche Katastrophenbelastungen und grössere Schwächen der Kapitalmärkte unbeachtet blieben. Es dürften noch Belastungen aus der jüngsten Hurrikansaison in den Büchern auftauchen. Die Hannover Rück musste ihr 2005-Ziel wegen der erneut ungewöhnlich heftigen Hurrikansaison 2005 mehrmals kappen.

Ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet
Nun erwartet die Gesellschaft lediglich ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Nach den Wirbelstürmen «Katrina» und «Rita» im dritten Quartal mussten Rückversicherer mit «Wilma» im Schlussquartal einen weiteren schweren Hurrikan verkraften. Die Hannover Rück verbuchte im dritten Quartal nach früheren Angaben eine Netto-Gro ssschadenbelastung von 781,4 Millionen Euro. Zusammen mit den Grossschäden des ersten Halbjahres 2005 ergebe sich per Ende September eine Belastung von 893,7 Millionen Euro.

(awp/mc/hfu)

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