Iranischer Finanzsektor unter Druck

Aus Teheran berichtet Gérard Al-Fil


Die Zusammenarbeit westlicher Ölfirmen mit dem Iran läuft trotz amerikanischen Drucks und dreimaliger, wenn auch milder, UN-Sanktionen fast ungehindert weiter. Royal, Dutch Shell, OMV und Total sind nur einige Beispiele europäischer Öl- und Gaskonzerne, die im Iran operieren, wie auf der dritten Jahrestagung des Ravand Instituts für wirtschaftlichen Dialog in Teheran deutlich wurde. Auf dem Finanzsektor sieht es dagegen weniger rosig aus. Die grossen Ratingagenturen Standard and Poor’s und Moody’s bewerten seit einiger Zeit keine iranischen Schuldnertitel mehr, Fitch Ratings zog vor einem Monat nach. Ausserdem will die EU der iranischen Bank Melli, die Filialen in Deutschland, Frankreich und England unterhält, im Zuge der UN-Sanktonen wegen der iranischen Urananreicherung die Lizenz entziehen.

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