KOF arbeitet an Prognosen für deutsche Regierung mit

Den Zuschlag in der Ausschreibung hat die KOF gemeinsam mit dem Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) erhalten. Für die KOF sei das ein wichtiger Auftrag, sagte Volker Nitsch, Leiter des Bereichs ‹Internationale Wirtschaftsbeziehungen› bei der KOF, zu einem Bericht der ‹Handelszeitung› vom Mittwoch.


Beobachterin der internationalen Wirtschaft
Im Konsortium mit dem Ifo werde die KOF die Rolle der Beobachterin der internationalen Wirtschaft übernehmen, so Nitsch. In diesem Bereich hat die KOF aus ihren Prognosen für die kleine, offene Volkswirtschaft Schweiz bereits eine breite Erfahrung.


Gemeinschaftsdiagnose
Das Konsortium Ifo/KOF wird ab Herbst 2007 zweimal jährlich gemeinsam mit drei anderen Instituten eine Gemeinschaftsdiagnose erarbeiten. Darin soll die wirtschaftliche Lage Deutschlands und der Welt analysiert, eine Wirtschaftsprognose erstellt und Empfehlungen für die Wirtschaftspolitik abgegeben werden.


Die Gemeinschaftsdiagnose ist von der deutschen Regierung erstmals öffentlich ausgeschrieben worden. Erstmals wurden auch ausländische Institute berücksichtigt. Neben Ifo/KOF waren in der Ausschreibung das Kieler Institut für Weltwirtschaft sowie zwei gemischte deutsch-österreichische Konsortien erfolgreich.


Kein Zuschlag für BAK Basel Economics
Nicht berücksichtigt wurde die BAK Basel Economics, die sich gemeinsam mit dem britischen Institut Oxford Economics für den Auftrag beworben hatte. Für die BAK dürfte es möglicherweise ein Nachteil gewesen sein, ohne einen deutschen Partner anzutreten, vermutet Nitsch. (awp/mc/pg)

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