Leichter Rückgang der bereinigten Arbeitslosigkeit in Deutschland

Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 10’000 ab, im Osten stieg sie um 5000. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Anstieg der Gesamtzahl um 17’500 gerechnet.


Positives Signal
Der leichte Rückgang der bereinigten Arbeitslosenzahl ist nach Einschätzung der Deutschen Bank ein positives Signal. «Das ist eine kleine positive Überraschung», sagte Volkswirt Stefan Bielmeier. Obwohl das Wetter relativ ungünstig gewesen sei, sei die Arbeitslosigkeit nicht weiter gestiegen. Auch der Abbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung scheine gestoppt. Gleichwohl sei kein Durchstarten des Konsums auf Grund der Arbeitsmarktlage zu erwarten. Der Konsum dürfte getrieben von Vorzieheffekten der Mehrwertsteuererhöhung 2007 und der Fussballweltmeisterschaft 2006 um 1,1 Prozent wachsen. Die Arbeitsmarktlage unterstütze diese Entwicklung.


Optimistische Grundeinschätzung bleibt
Auch der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, der jahreszeitlich übliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen ändere nichts an der optimistischen Grundeinschätzung der aktuellen Arbeitsmarktsituation. Insbesondere die Entwicklung der Beschäftigung und der offenen Stellen bleibe positiv.


Arbeitslosenquote erhöht sich um 0,1 %
Unbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 36.000 auf 5,048 Millionen gestiegen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr, hiess es. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 12,2 Prozent. Unbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen in Westdeutschland um 8.000 auf 3.370.000. Das waren 116.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland wurden im Februar 1.678.000 Arbeitslose gezählt; das waren 28.000 mehr als im Januar, aber 124.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen unverändert bei 10,2 Prozent. Im Osten stieg sie um 0,3 Punkte auf 19,5 Prozent. (awp/mc/pg)

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