Machtkampf bei Implenia: Hedge Fund Laxey lehnt Friedensangebot ab

Dies sagte Implenia-Präsident Anton Affentranger. «Der Preis wäre höher gelegen als deren Übernahmeofferte, auch höher als das, was Russian Land für unsere Aktien zahlte. Doch Laxey hat abgelehnt», sagte Affentranger in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».


Nur mit 4,9% im Aktienregister eingetragen


Bereits im Juni habe Implenia Laxey angeboten, 1,9% mehr Aktien ins Aktienregister einzutragen als bisher. Obwohl Laxey 34% der Aktien von Implenia besitzt, hat der Baukonzern die Briten wegen der Lex Koller nur mit 4,9% im Aktienregister eingetragen.

Nie eine Antwort erhalten


Implenia habe aber nie eine Antwort erhalten, sagte Affentranger weiter: «Wir hatten die Bedingung gestellt, dass Laxey den wirtschaftliche Berechtigten nachweist. Der Fonds will aber nicht sagen, in welchem Namen er handelt.»

Klage gegen den Hedge Fund


Implenia bereitet zudem eine Klage gegen den Hedge Fund wegen allfälliger Verletzung der Meldepflichten vor, nachdem am Samstag das neue Offenlegungsrecht in Kraft getreten war. «Wir haben nur noch nicht entschieden, ob wir Laxey schon vor dem Entscheid der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) einklagen», sagte Affentranger.

Von Laxey hintergangen
Laxey habe ja auf Geheiss der EBK zugeben müssen, dass sie schon 2006 mit dem heimlichen Aufbau ihrer Implenia-Position begonnen habe. «Falls die EBK zum Schluss kommt, dass Laxey die Meldepflichten verletzt hat, müssen wir ja klagen. Unsere Aktionäre fühlen sich von Laxey hintergangen», sagte Affentranger. (awp/mc/ab)
Exit mobile version