Medizinaltechnik-Firma Ypsomed mit verbesserter Auftragslage

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2006/07 (per Ende März) verbuchte Yspomed einen Verlust von 5,3 Mio CHF. Zu schaffen machte dem Unternehmen vor allem die reduzierten Bestellungen des Hauptkunden Sanofi-Aventis.


Schwache Nachfrage in den USA

Schuld war vor allem die schwache Nachfrage nach Injektions-Pens für Insulin in den USA. «In Amerika konnten sich Injektionssysteme gegenüber den herkömmlichen Spritzen nicht so rasch durchsetzen wie geplant», erklärte Konzernchef Richard Fritschi in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» (NZZaS, Ausgabe 10.12.).

Besserung in Aussicht

Nun zeichnet sich aber eine Besserung ab, wie der seit drei Monaten amtierende Chef weiter sagte: «Wir haben jetzt wieder relativ aggressive Absatzpläne des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis erhalten – und entsprechend höhere Bestellungen.»

Grosses Potenzial auf dem US-Markt

Sanofi forciere derzeit die Verkäufe der Ypsomed-Produkte in europäischen Ländern und in den USA. Der US-Markt weist laut Fritschi ein grosses Potenzial auf. Injektionsstifte machten dort erst 15% des Marktes aus, während es in Europa 85 bis 90% seien.

Abhängigkeit von Sanofi-Aventis verringern

Ypsomed macht gut 50% seines Umsatzes mit Sanofi-Aventis. Der Anteil sei aber zurückgegagen, weil Ypsomed heute mehr Kunden habe. Um diese Abhängigkeit weiter zu verringern, will Ypsomed auch ein Insulin-Generikum direkt verkaufen. Fritschi rechnet damit, dass das Produkt 2009 auf den Markt kommt. (awp/mc/ab)
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