Münchener Rück übertrifft Quartals-Gewinnerwartungen

Die Gesellschaft begründete dies am Montag mit einem «herausragenden Kapitalanlageergebnis» und einem «in der Breite gut verlaufenden Versicherungsgeschäft». Von dpa-AFX befragte Analysten hatten lediglich einen Überschussanstieg auf 423 Millionen Euro erwartet. Zudem bekräftigte die Münchener Rück ungeachtet hoher Hurrikan-Schadenbelastungen ihr Jahresziel. «Wenn weitere negative Überraschungen ausbleiben, ist unser Ergebnisziel von 12 Prozent Rendite nach Steuern in Reichweite», sagte Vorstand Jörg Schneider. «Damit wäre auch eine höhere Dividende möglich.»


Ergebnisverbesserung der Erstversicherungs-Gruppe ERGO
Der Quartalsgewinn beruhe vor allem auf der weiteren Ergebnisverbesserung der Erstversicherungs-Gruppe ERGO, wie die Münchener Rück weiter mitteilte. Ausserdem hätten Veräusserungserlöse im Zusammenhang mit der Umschichtung der Kapitalanlagen zum Abbau von Konzentrationsrisiken das Ergebnis beflügelt. Unter anderem hatte der Rückversicherer Allianz-Aktien verkauft und wie bereits bekannt daraus einen Gewinn von 563 Millionen Euro verbucht. Das Kapitalanlageergebnis im Berichtsquartal wuchs auf 3,078 (Vorjahr: 1,667) Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit 2,62 Milliarden Euro gerechnet.


Nettoprämien schrumpften
Die gebuchten Beitragseinnahmen sanken im Jahresvergleich von 9,256 auf 9,245 Milliarden Euro. Die Branchenexperten hatten dagegen im Schnitt einen Anstieg auf 9,28 Milliarden Euro erwartet. Die Nettoprämien schrumpften im dritten Quartal um 1,3 Prozent auf 8,934 Milliarden Euro. Experten hatten einen noch deutlicheren Rückgang auf 8,81 Milliarden Euro vorhergesagt. Das Eigenkapital legte laut der Münchener Rück seit Jahresanfang um 1,9 Milliarden Euro auf 22,7 Milliarden Euro. (awp/mc/gh)

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