Ölpreise deutlich gestiegen – Schwacher Dollar und Aktienmärkte stützen

Händler begründeten die Kursgewinne mit den in den USA festen Aktienmärkten. Auch der erneut schwache Dollar habe die Ölpreise beflügelt. Zudem wurde auf robuste Konjunkturdaten aus Japan verwiesen. Die japanische Volkswirtschaft war im dritten Quartal so kräftig wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Dies habe auch die Stimmung am Ölmarkt gehoben, hiess es. Japan ist nach den USA die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt.


Rückschlagpotenzial bleibt sehr hoch
«Da der Markt gegenwärtig offensichtlich vor allem stimmungsgetrieben ist, bleibt das Rückschlagspotenzial im Fall von Gewinnmitnahmen sehr hoch», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dies durch eine offizielle Angebotsausweitung durch die Opec bei der nächsten Sitzung im Dezember geschieht, sei relativ gering. Die Opec-Länder sprechen sich derzeit mehrheitlich für eine Beibehaltung der derzeitigen Fördermenge aus. Laut Commerzbank müsste die Opec die Produktion eigentlich weiter drosseln, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies sei jedoch angesichts der hohen Ölpreise sehr unwahrscheinlich.


OPEC-Rohölpreis weiter gesunken
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 75,26 US-Dollar. Das waren 80 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg/30)

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