Ölpreise erneut gefallen – Rückgang der globalen Nachfrage erwartet

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 1,31 Dollar auf 107,03 Dollar. Der Markt schaue derzeit vor allem wieder auf die Nachfrage nach Rohöl, die für einen weiteren Rückgang der Preise spreche, schreibt die Commerzbank in einer Studie. Vor allem die weltweite Konjunkturabschwächung spreche für einen niedrigeren Verbrauch. Auch der anhaltende Kursanstieg des Dollar belaste den Ölpreis. Beim US-Ölpreis sei zudem die wichtige Marke von 110 Dollar gefallen was den Weg zur «Schallmauer» von 100 Dollar ebne.


Keine Entwarnung an der Wetterfront
Der Ölpreis ist bereits seit Beginn der Woche unter Druck, nachdem Hurrikan «Gustav» keine grösseren Schäden an den Ölförderanlagen am Golf von Mexiko angerichtet hatte. In den kommenden Wochen sei jedoch mit weiteren Wirbelstürmen zu rechnen. Für eine Entwarnung an der Wetterfront sei es daher noch zu früh, schreibt die Commerzbank.


OPEC-Rohölpreis auf 5-Monats-Tief
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist auf ein Fünf-Monats-Tief gefallen. Ein Barrel (159 Liter) habe am Dienstag 103,40 Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Mittwoch mit. Das waren 6,62 Dollar weniger als am Montag. Zugleich ist dies der niedrigste Stand des Korbpreises seit dem 9. April dieses Jahres. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg/22)

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