Ölteppich im Golf von Mexiko wird kleiner

Bei einem sechsstündigen Rundflug über die Unglücksstelle habe er nur noch an einer Stelle einen grösseren Ölteppich gesehen, rund 20 Kilometer vor der Küste Louisianas, sagte Zukunft. Die Ausläufer des Sturmtiefs «Bonnie», das den Kampf gegen die Ölpest für mehrere Tage unterbrochen hatte, hätten keinen bedeutenden Schaden angerichtet. Wegen des nahenden Sturms hatten am Freitag fast alle Schiffe und Plattformen die Unglücksregion verlassen – sie konnten nach einer Entwarnung am Sonntag zurückkehren.


Entlastungsbohrungen wegen Sturm verzögert
Allerdings habe die Sturm-Ankündigung die Entlastungsbohrungen zum Ursprung der Quelle rund vier Kilometer unter dem Meeresboden deutlich verzögert. Es werde noch mehrere Tage dauern, bis die Arbeiten fortgesetzt werden könnten, teilte BP am Montag mit. Der britische Konzern will die Ölquelle mit Hilfe der Parallelbohrungen endgültig verschliessen. Ursprünglich sollte bereits in diesen Tagen damit begonnen werden, Schlamm und Zement durch eine der neuen Leitungen zu pumpen.


Bislang bis zu 700’000 Tonnen Öl ins Meer geflossen
Nach dem Untergang der BP-Bohrinsel «Deepwater Horizon» am 22. April waren laut einer US-Schätzung bis zu 700’000 Tonnen Öl ins Meer geströmt. Noch immer sind nach Angaben der Einsatzleitung mehr als 1000 Kilometer Küste in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida verseucht. (awp/mc/ps/25)

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