Renault fürchtet das FIAT-Syndrom

 «Wir müssen die Produkte, Länder und Märkte vervielfachen, die eine Gewinnquelle sein können. Sonst haben wir das FIAT-Syndrom extremer Abhängigkeit von einem Segment und einem Land», sagte Ghosn dem Bericht zufolge.


Mégane als Verkaufshit

Die Marke Renault fährt die Hälfte ihres Gewinns mit dem Mégane in Frankreich ein. «Das ist zu verletzlich», sagte Ghosn. Als Vorbild nannte er den mit Renault verbundenen Konzern Nissan , der von ihm in Personalunion geführt wird. Nissan habe seine operative Marge dank des Luxussegments von 1,5 auf zehn Prozent gesteigert, sagte Ghosn. «So etwas schafft man nicht vielen Kleinwagen.» Renault erwartet 2005 eine operative Marge von drei Prozent.

Mégane auch für China

Bis 2010 soll der Jahresabsatz von 1,5 Millionen auf vier Millionen gesteigert werden. Den Einstieg in China will Renault nicht mit dem Billigauto Logan schaffen, sondern mit de m Mégane. Damit solle das Image der Marke geprägt werden, sagte Ghosn. Derzeit werde über den Standort eines Autowerks in China verhandelt. Vor einem Einstieg in den USA müsse Renault in China und Korea Erfolg haben. Im September hatte Renault erstmals seit 2002 in Westeuropa den Spitzenplatz im Markenwettbewerb an Volkswagen abgegeben. Im ersten Halbjahr 2005 hatte Renault 21,3 Milliarden Euro umgesetzt und 2,2 Milliarden Euro verdient. (awp/mc/as)
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