Roth will vertrauenswürdigeren Finanzplatz

Das Vertrauen in den Finanzplatz müsse gestärkt werden, da im Finanzbereich keine Geschäftsbeziehung ohne das Vertrauen der Kunden auskomme, sagte Jean-Pierre Roth vor dem 81. Kongress der Auslandschweizer in Crans-Montana VS.

Markt für sauberes Geld genügend gross
«Wir müssen energisch gegen das Image des Finanzplatzes Schweiz vorgehen, wonach dieser immer wieder darauf aus sei, Gelder anzuziehen, die reingewaschen werden sollen», ergänzte Roth. Der Markt für sauberes Geld sei genügend gross. Deshalb lohne es sich, alles zu unternehmen, um ihn vor schmutzigem Geld zu schützen.

«Kontrollmechanismen funktionieren korrekt»

«Lassen wir uns von Meldungen über Gelder, die auf Schweizer Konten blockiert wurden, nicht irritieren», hielt der Walliser fest. Solche Meldungen zeigten nicht nur, dass Fehler gemacht würden. Vielmehr seien sie ein Indikator dafür, dass die Kontrollmechanismen in der Schweiz korrekt funktionierten.


Weniger Fische im Netz kein Beweis für Sauberkeit


Dass auf anderen Finanzplätzen weniger «Fische ins Netz gingen», sei noch lange kein Beweis für deren Sauberkeit, sagte der Vorsitzende der Schweizer Notenbank. Im Kampf gegen die Geldwäscherei liege die Schweiz weltweit an der Spitze.

Alte Klischees ausmerzen

«Um die alten Klischees auszumerzen, müssen wir uns weiterhin anstrengen», sagte Roth weiter. Dies liege im Interesse der Schweiz, da das Gewicht des Schweizer Finanzplatzes viel grösser sei als das Gewicht der Schweiz auf der weltpolitischen Bühne.

Qualitative Verbesserung
Der Finanzplatz Schweiz müsse aber auch eine qualitative Verbesserung ihrer Dienstleistungen anstreben. Flexibel auf die Kundenwünsche reagieren sei in der Finanzwirtschaft der Schlüssel zum Erfolg. (sda/scc/pds)
Exit mobile version