Russland entzieht Shell-Konsortium vorübergehend Wasserlizenzen für Sakhalin-2

Wie das Umweltministerium der Region Amur am Donnerstag mitteilte, bezieht sich die Massnahme auf zwölf Wasserentnahme-Lizenzen für das Öl- und Gasprojekt Sakhalin-2. Das Fördervorhaben mit einem Volumen von umgerechnet 16,6 Milliarden Euro liegt im äussersten Osten an Russlands Pazifikküste.


Strafen wegen Zerstörung von Ressourcen


Sollte das Konsortium die angeblichen Umweltzerstörungen nicht binnen zwei Monaten beseitigen, würden die Genehmigungen annulliert. Laut Umweltminister Juri Trutnev muss sich das britisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen auf eine Reihe empfindlicher Strafen wegen Zerstörung von Wald, Boden und Wasserressourcen einstellen.

Keine geringen Verwaltungsstrafen


Diese Vergehen wären mit geringen Verwaltungsstrafen von zehn oder 100 Millionen Rubeln nicht abgegolten, sagte der Minister. Royal Dutch Shell hält am Konsortium Sakhalin Energy 55 Prozent, während 45 Prozent den japanischen Unternehmen Mitsui und Mitsubishi gehören. (awp/mc/ar)
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