Sofortiger Streik der deutschen Fluglotsen voraussichtlich abgewendet

Die Deutsche Flugsicherung werde höchstwahrscheinlich die Schlichtung anrufen, wenn die Gewerkschaft nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre. Dies erfuhr die dpa am Freitag in Frankfurt. Als Schlichterin sei die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) vorgesehen. In diesem Fall würde für 14 Tage eine Friedenspflicht gelten. Nach Ablauf der Frist wären Streiks aber wieder möglich.


Streik würde Passagiere in ganz Europa treffen


Die Gewerkschaft der Flugsicherung hatte angekündigt, am Mittag (12.00 Uhr) zu entscheiden, ob sie auf das Angebot der Arbeitgeber eingeht. Bei einer Ablehnung wäre ein Streik schon an diesem Samstag möglich, wenn keine Schlichtung eingeleitet würde. Streiks der Fluglotsen könnten hunderttausende Passagiere in ganz Europa treffen. Bereits bei einer früheren Tarifrunde war es zu einer Schlichtung, damals unter dem früheren Ministerpräsidentern Kurt Biedenkopf (CDU), gekommen. Damals war Biedenkopf von den Arbeitgebern und Däubler- Gmelin von den Arbeitnehmern als möglicher Schlichter genannt worden.

Wichtige Fragen noch ausgeklammert


Am Mittwoch hatte der Arbeitgeber ein erstes konkretes Angebot vorgelegt, das aber wichtige Fragen noch ausklammert. Die bundeseigene Flugsicherung bietet drei Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit plus eine Einmalzahlung von 1750 Euro. Die Gewerkschaft fordert neben einer Einmalzahlung vier Prozent mehr Geld. (awp/mc/ab)
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