Swiss: Bodenpersonal erklärt Lohnverhandlungen für gescheitert


Die Gewerkschaft des Swiss-Bodenpersonals hat die Lohnverhandlungen mit dem Management der Fluggesellschaft für gescheitert erklärt. Nun sollen die Mitarbeitenden über weitere Massnahmen befinden.

Nach Angaben der Gewerkschaft SEV-GATA vom Mittwoch beharrte die Swiss bei der Verhandlungsrunde am Vortag auf ihrer Forderung nach einer Nullrunde. Es gebe keinen Spielraum für Verhandlungen, hiess es laut der Gewerkschaftsmitteilung lediglich. Das seien keine seriösen Lohnverhandlungen, sondern eine Alibi-Übung.

Herusfordernde Situation erkannt
Das Bodenpersonal anerkenne die wirtschaftlich herausfordernde Situation im Luftverkehr. Die Frage der Verhandlungsdelegation der Swiss, ob die Mitarbeitenden das Deponieren der Bilanz vorziehen würden, sei zynisch und verkenne die Liquiditätsreserve der Swiss, kritisiert SEV-GATA.

Nullrunde nicht nachvolziehbar
Eine Nullrunde sei für die Angestellten nicht nachvollziehbar. SEV-GATA fordert eine generelle Lohnerhöhung von 6 Prozent. Damit solle wenigstens ein Teil des Nachholbedarfs der vergangenen Jahre kompensiert werden.

Besprechen des weiteren Vorgehens
Die Gewerkschaft SEV-GATA, die 60 Prozent des gewerkschaftlich organisierten Bodenpersonals vertritt, will nun die Mitarbeitenden zu Versammlungen einladen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Noch vor Weihnachten ist eine Protestaktion geplant.

Aktionsbereitschaft signalisiert
Aktionsbereitschaft signalisierte GATA-SEV auch mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Swiss hatte den GAV für das Bodenpersonal gekündigt, der Ende März 2005 ausläuft. Allerdings wurde der Sozialplan, der bereits Ende Dezember ausgelaufen wäre, um drei Monate verlängert. (awp/mc/mad)

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