Swissair-Prozess: Litwinski: Keine Zahlung ohne Gegenleistung

Die Aufgaben des Management hätten den üblichen Rahmen «bei weitem» übertroffen, der innerhalb der Qualiflyer-Group zu erbringen gewesen sei, sagte Litwinski am Montag vor dem Bezirksgericht in Bülach ZH. Dafür seien sie entschädigt worden.  Litwinski bestätigte, gesamthaft 558’000 CHF erhalten zu haben – als Gegenleistung für «zwei Jahre Arbeit». Er habe das Geld ordnungsgemäss in Polen versteuert.


Entlöhung «für meine Professionalität»
Der ehemalige SAir-Konzernchef Philippe Bruggisser hatte zuvor ausgesagt, dass die Zahlungen erfolgt seien, um die Differenzen durch Lohneinbussen wegen einem neuen polnischen Gesetz auszugleichen. Man habe so verhindern wollen, dass das Management in die Privatwirtschaft abwandert.  Litwinski sagte, bei den Beträgen habe es sich um eine Entlöhung «für meine Professionalität, für meinen Einsatz für die Qualiflyer-Group» gehandelt.


In Osteuropa das Terrin ebnen
Litwinski sollte laut Bruggisser für die Qualiflyer-Group in Osteuropa das Terrin ebnen, nachdem die Austrian Airlines aus dem Verbund ausgeschieden war. Zu klären gewesen seien Kooperationen mit weiteren Fluggesellschaften, so etwa mit der ungarischen Malev. Er habe die Arbeit unverzüglich aufgenommen und sofort begonnen, in Osteuropa Kontakte zu knüpfen, sagte Litwinski. «Es war eine Frage der schnellen Reaktion, wir wollten Erfolg haben.»  In Übereinstimmung mit Philippe Bruggisser, der zuvor zur Sache befragt worden war, sagte Litwinski, dass keine schriftlichen Berichte über den Stand der Dinge erfolgt seien. Man habe sich regelmässig getroffen und oft telefoniert. (awp/mc/gh)

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