Swissmedic: 228 Massnahmen für 389 Medizinal-Produkte verordnet

Seit rund einem Jahr publiziert Swissmedic sämtliche Rückrufe von Medizinprodukten auf der Website. Diese zentrale Übersicht aller Sicherheitsmassnahmen schaffe Transparenz und fördere die Patientensicherheit. Die Publikationen würden vom zuständigen Spitalpersonal geschätzt, bilanziert Swissmedic. Die veröffentlichte Liste enthält Angaben über die Hersteller, die Produkte, eine standardisierte Produktbeschreibung und Kopien der an die Anwender verschickten Informationsbriefe.

Pro Woche durchschnittlich mehr als vier Massnahmen
Swissmedic publizierte 228 Massnahmen, die 389 Produkte betreffen. Pro Woche kamen durchschnittlich mehr als vier Massnahmen neu hinzu. 133 Meldungen (58%) entfielen auf klassische Medizinprodukte, etwa Apparate und Zubehör für die Dialyse und ähnliches. 83 Fälle (36%) betrafen Medizinprodukte für die In-vitro-Diagnostik (z. B. HIV-Tests oder Blutzuckermessgeräte). 12 (5%) bezogen sich auf implantierbare Medizinprodukte, vor allem Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren.

Verschiedenste Massnahmen
Die Massnahmen umfassten Rückrufe einzelner Produktionseinheiten (Chargen), Korrekturen der Gebrauchsanweisungen, Abänderungen von Medizinprodukten, die sich bereits beim Endverbraucher befanden sowie medizinische Nachbehandlungen.

Besucherstatistik: Mehr als 1’100 Mal pro Monat
Die Besucherstatistik ergab, dass die Liste auf der Swissmedic- Webseite pro Monat mehr als 1`100 Mal besucht wurde. Schwerwiegende Vorkommnisse und Gefährdungen durch Medizinprodukte müssen von Gesetzes wegen an Swissmedic gemeldet werden. Firmen, Spitäler sowie sämtliche Berufsgruppen im Gesundheitswesen sind dazu verpflichtet. (awp/mc/ar)

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