UBS: Moody’s senkt Bonität – S&P wartet noch

Der Ausblick für die Ratings lautet «stabil» und wurde somit von der so genannten Beobachtungsliste gestrichen, teilt die Ratingagentur am Freitag mit. Die Ratingsenkung reflektiert der Mitteilung zufolge die anhaltenden Herausforderungen, mit denen sich die Bank auf dem Weg zurück zur Profitabilität konfrontiert sieht. Die finanziellen Ergebnisse und das Risikomanagement der UBS entsprächen jedenfalls nicht den Anforderungen, um ein stabiles Rating zu rechtfertigen.


Vermögensverwaltungsgeschäft krisenresistent
Das Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS dürfte sich Moody’s zufolge als krisenresistent erweisen, der Nettoneugeldzufluss dürfte jedoch schwach bleiben. Die Ratingagentur verweist zudem auf die in den USA laufenden Untersuchung wegen Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung.


Hohe Position an notleidenden Positionen
Die UBS verfüge trotz der jüngsten Abschreibungen nach wie vor über eine relativ hohe Position an notleidenden Positionen im US-Immobiliengeschäft. Die Wahrscheinlichkeit neuer Abschreibungen im Investmentbanking der UBS bleibe daher bestehen.


S&P beurteilt am 12 August neu
Die Ratingagentur Standard & Poor’s sieht das Kreditrating der UBS noch nicht beeinflusst. Er werde aber das Rating am 12. August, wenn die UBS detaillierte Informationen liefert, erneut beurteilen, schrbt S&P-Analyst Richard Barnes. Die Bewertung könnte tiefer ausfallen, wenn UBS es nicht schaffe, die Profitabilität und die Neugeldzuflüsse auf ein angemessenes Niveau zu steigern, so Barnes. Derzeit bewertet Standard & Poor’s die UBS mit «AA-/A-1+». (awp/mc/gh/27)

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