US-Eröffnung: Freundlich – Gute Unternehmenszahlen beflügeln

Diese sei am Dienstag zunächst von einer positiv aufgenommenen Lehman-Bilanz und dann vor allem durch die überraschend entschlossene Zinssenkung der US-Notenbank angestossen worden. Am Vortag habe der Markt offenbar lediglich einmal durchgeatmet, sagten Börsianer.


Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Geschäft 0,53 Prozent auf 13.839,21 Punkte. Das Tief lag zur Eröffnung bei 13.770 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,47 Prozent auf 1.525,92 Punkte. An der NASDAQ legte der Composite Index 0,51 Prozent auf 2.667,95 Zähler zu. Der NASDAQ 100 gewann 0,55 Prozent auf 2.043,78 Punkte.


Oracle sprangen nach ihren besser als erwartet ausgefallenen Zahlen mit plus 3,66 Prozent auf 21,81 Dollar an die Spitze des NASDAQ 100. Der US-amerikanische Softwarekonzern profitiert Experten zufolge nun von der massiven Einkaufstour der vergangenen Jahre und schnitt in seinem ersten Geschäftsquartal besser ab als im Konsens des Marktes erwartet. Vor allem der Absatz neuer Software-Lizenzen habe positiv überrascht, hiess es.


Aktien von Nike legten 2,02 Prozent auf 59,50 Dollar zu. Der weltgrösste Sportartikelhersteller hat seinen Gewinn im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2007/08 ebenfalls kräftiger als erwartet gesteigert und lotet Möglichkeiten für weiteres Wachstum aus.


Texas Instruments gewannen nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms kräftige 2,88 Prozent auf 36,80 Dollar. Der Chiphersteller will weitere Aktien im Wert von fünf Milliarden Dollar zurückkaufen und seine Quartalsdividende um 25 Prozent auf 0,10 Dollar anheben. Mattel profitierten nach drei Rückrufaktionen von Spielzeug nun von einem positiven Analystenkommentar. Oppenheimer & Co. hob den Titel von «Neutral» auf «Buy» – die Rückrufe lägen nun in der Vergangenheit und seien nach Einschätzung der Analysten eingepreist. Mattel-Papiere knüpften an ihre jüngste Kurserholung an und verteuerten sich um 1,95 Prozent auf 24,01 Dollar.


Im Nachgang der Zahlen aus den vergangenen Tagen wurden einige Einzelwerte nochmal durch Analystenstudien bewegt. Goldman Sachs legten weitere 1,12 Prozent auf 205,80 Dollar zu. Mehrere Analysten erhöhten nach der besser als erwartet ausgefallenen Quartalsbilanz der Investmentbank ihre Gewinnschätzungen oder Kursziele. Goldman Sachs habe die Kreditkrise bislang vergleichsweise gut überstanden – das sei der Tenor, sagten Börsianer. Bear Stearns erholten sich lediglich um 0,38 Prozent auf 115,90 Dollar. Analysten von Goldman Sachs zufolge hat das Institut im dritten Quartal mit den schlechten Zahlen die Quittung für mangelnde Diversifikation bekommen.


Bei den Werten aus der zweiten Reihe brachen Harman International um 14,22 Prozent auf 96,29 Dollar ein. Die Finanzinvestorengruppe um Kohlberg Kravis Roberts und Goldman Sachs hat laut «Wall Street Journal» nun Zweifel an der angestrebten, acht Milliarden Dollar schweren Übernahme des Audiozubehör-Herstellers. Möglicherweise wolle der Investor den Preis drücken oder sich sogar ganz von dem Geschäft zurückzuziehen, berichtet die Zeitung. (awp/mc/ab)

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