US-Eröffnung: Verluste – Enttäuschende Häuserdaten – Amazon sehr schwach

Der Dow Jones verlor zuletzt 0,34 Prozent auf 12.719,74 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,50 Prozent auf 1.373,06 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite-Index um 0,71 Prozent auf 2.388,08 Zähler. Der NASDAQ 100 büsste 0,88 Prozent auf 1.889,89 Punkte ein.


Aktien von Amazon.com gaben nach der Bilanzvorlage um 4,27 Prozent auf 77,54 US-Dollar nach. Der weltgrösste Online-Einzelhändler war zwar dank eines starken internationalen Geschäfts mit einem Ertragssprung ins Jahr gestartet. Mit seinen weiteren Gewinnaussichten blieb Amazon aber unter den Erwartungen. Die für Analysten wichtige Bruttomarge sank zudem leicht.


Apple-Titel vollführten heftige Kurssprünge und notierten zuletzt mit minus 0,18 Prozent bei 162,59 Dollar. Der Computerkonzern hatte zwar in einem weiteren Rekordquartal dank starker Verkäufe seiner «Mac»-Rechner Gewinn und Umsatz überraschend kräftig gesteigert. Mit dem Ausblick für den weiteren Jahresverlauf blieb der Konzern aber unter den Erwartungen der Wall Street.


Motorola-Titel verloren 4,71 Prozent auf 9,10 Dollar. Die Umsätze des angeschlagenen US- Telekomausrüsters im ersten Quartal hatten die durchschnittlichen Markterwartungen verfehlt. Zudem war der Verlust höher ausgefallen als von Analysten erwartet. Starbucks-Papiere brachen um 13,11 Prozent auf 15,51 Dollar ein. Weil Kunden zum Teil seltener kämen, hatte die Kaffeehauskette am Mittwochabend die Gewinnprognosen für das vergangene Quartal und das laufende Geschäftsjahr gekappt. Die fallenden Häuserpreise sowie steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und andere Produkte belasteten die Kunden, sagte Firmenchef Howard Schultz.


Black & Decker verzeichneten Abschläge von 1,45 Prozent auf 65,85 Dollar. Der amerikanische Elektrowerkzeug-Hersteller hatte nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal die Ziele für das Gesamtjahr gesenkt. Die Titel von 3M verbilligten sich um 3,55 Prozent auf 77,77 Dollar. Der Mischkonzern hatte zwar im ersten Quartal die durchschnittlichen Markterwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen. Doch ein Analyst kritisierte die Gewinnqualität – das organische Umsatzwachstum sei mit 1,3 Prozent enttäuschend ausgefallen.


ConocoPhillips gaben um 1,98 Prozent auf 82,81 Dollar nach. Hier verwiesen Börsianer darauf, dass der hohe Ölpreis die Margen im Raffinerie-Geschäft des Ölkonzerns belastet habe. Zudem ging die Produktion im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dagegen lag der Gewinnanstieg je Aktie deutlich höher als von Analysten prognostiziert. Leichte Abschläge von 0,14 Prozent auf 69,09 Dollar verzeichneten die Titel von PepsiCo . Der Getränkehersteller hatte für 2008 einen etwas geringer als von Analysten erwarteten Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt.


Dow Chemical legten indes um 1,25 Prozent auf 39,71 Dollar zu. Der grösste amerikanische Chemiekonzern hatte zwar insbesondere wegen höherer Rohstoffkosten im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet. Von Thomson Financial befragte Experten hatten allerdings mit einer stärkeren Bewegung nach unten gerechnet.


Bristol-Myers Squibb gewannen 2,29 Prozent auf 21,92 Dollar. Der Pharmakonzern hatte im ersten Quartal wegen Restrukturierungskosten einen Gewinnrückgang verbucht. Bereinigt um diese Kosten übertraf das Unternehmen aber die Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz lag höher als die Schätzungen am Markt.


US Airways legten nach Bekanntgabe eines geringer als erwartet ausgefallenen Quartalsverlusts um 3,68 Prozent auf 6,48 Dollar zu. Der Umsatz hatte im Rahmen der Analystenprognosen gelegen. Safeway verteuerten sich um 2,92 Prozent auf 28,91 Dollar. Im Auftaktquartal hatte die Supermarktkette den Gewinn je Aktie sowie den Umsatz stärker gesteigert als vom Markt erwartet. (awp/mc/pg)

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