US-Schluss: Dow im Minus – Verluste im späten Handel

Zwischenzeitlich hatte der US-Leitindex angesichts positiver Daten aus dem US-Einzelhandel noch im Plus gelegen. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im August stärker als erwartet gestiegen.


Der Dow Jones Industrial ging mit minus 0,17 Prozent bei 10.526,49 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,07 Prozent auf 1.121,10 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq dagegen stieg der Composite-Index um 0,18 Prozent auf 2.289,77 Punkte. Der Nasdaq 100 legte um 0,36 Prozent auf 1.928,59 Punkte zu.


Entsprechend der Gewinnmitnahmen im Bankensektor zählten etwa die Aktien der Bank of America mit einem Abschlag von 1,94 Prozent auf 13,68 US-Dollar sowie die Titel von JPMorgan mit minus 1,04 Prozent auf 40,72 Dollar zu den schwächsten Werten im Dow.


In den Fokus rückten bei insgesamt recht wenigen Unternehmensnachrichten zudem die Aktien von Best Buy nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2010/11. Der Elektronik-Einzelhändler hatte mit seinem Kennziffern positiv überrascht und seinen Ausblick auf das Gesamtjahr angehoben. Für die Titel ging es mit plus 6,00 Prozent auf 36,73 US-Dollar kräftig nach oben.


Indes will der weltgrösste Netzwerkausrüster Cisco Systems erstmals in der Firmengeschichte eine Dividende zahlen. Noch vor Ende des am 30. Juli 2011 auslaufenden Geschäftsjahres solle ein Teil des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden, teilte der US-Konzern mit. Wie hoch die Dividende sein wird und wann sie genau an die Anteilseigner gehen soll, will Cisco in den kommenden Monaten festlegen. Den Titeln brachte die Nachricht am Ende ein Plus von 0,94 Prozent auf 21,45 Dollar ein, nachdem sie zwischenzeitlich sogar um mehr als drei Prozent zugelegt hatten.


Unter den Gewinnern waren auch die Aktien von Delta Air Lines , die sich um 4,78 Prozent auf 11,18 Dollar verteuerten. Die Fluggesellschaft hatte bekanntgegeben, dass sie angesichts der wieder anziehenden Nachfrage im dritten Quartal mit höheren Umsätzen rechnet.


Überdurchschnittlich präsentierten sich zudem die Aktien von Intel mit einem Aufschlag von 1,13 Prozent auf 18,74 Dollar. Der weltgrösste Chiphersteller hatte mitgeteilt, sich nach den jüngsten Übernahmen im Zentrum des wachsenden Marktes für mobile Internet-Geräte positionieren zu wollen. Zudem hatte das Unternehmen Einzelheiten zu seiner neuen Prozessor-Plattform Sandy Bridge bekanntgegeben und die Eröffnung eines ersten eigenen Online-Stores für Anwendungen – sogenannte Apps – angekündigt.


Auf der Verliererseite waren dagegen die Papiere von Nucor , sie verloren 3,07 Prozent auf 39,41 Dollar. Der Stahlproduzent erwartet aufgrund höherer Rohstoffkosten künftig geringere Einnahmen. Derweil geht der Spezialglashersteller Corning kurzfristig zwar von rückläufigen Absatzmengen aus, sieht sich aber mittel- und langfristig gut aufgestellt. Die Aktien von Corning verteuerten sich um 4,76 Prozent auf 17,61 Dollar. Analysten werteten den Ausblick als «nicht zu schlecht». Zudem seien die kurzfristigen Bedenken bereits eingepreist.


Wenig spektakulär entwickelte sich der Kurs der Apple-Aktien mit einem moderaten Plus von 0,28 Prozent auf 268,06 Dollar. Der Konzern bringt seinen Tablet-Computer iPad auf den chinesischen Markt. Die Preise liegen dort je nach Speicherkapazität zwischen umgerechnet 460 Euro (3.988 Yuan) und 640 Euro, wie Apple am Montagabend mitgeteilt hatte. (awp/mc/ss/29)

Exit mobile version