US-Schluss: Sehr schwach – Konjunkturdaten belasten

«Es zeigt sich, dass die Geschwindigkeit, mit der sich die Konjunkturdaten zuletzt erholt haben, nachlässt», sagte Marktstratege Michael Sheldon von RDM Financial. Zudem lastete ein stärkerer Dollar auf den Rohstoffpreisen und den entsprechenden Titeln.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) schloss mit minus 2,13 Prozent auf 8.612,13 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 2,38 Prozent auf 923,72 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index 2,28 Prozent auf 1.816,38 Zähler. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 2,22 Prozent auf 1.456,96 Punkte nach unten.


Am Ende des Dow Jones sackten Alcoa um 6,51 Prozent auf 11,21 Dollar ab. Händler verwiesen insbesondere auf gesunkene Rohstoffpreise, die bereits in London die Titel der Branche unter Druck gesetzt hatten. Unterdessen gab der Aluminiumkonzern den Verkauf einiger Randgeschäfte aus dem Elektronikbereich bekannt. Im zweiten Quartal werde aus diesen nicht-fortgeführten Aktivitäten noch ein Rekordverlust erwartet. Auch Ölwerte verbuchten Verluste. Die Titel von Chevron etwa gaben um 2,19 Prozent auf 71,08 Dollar nach.


Aktien von Ratinggesellschaften zählten zu den Verlierern, nachdem die Regierung für Mittwoch Details der geplanten Reform für Finanzinstitute ankündigte. Unter anderem soll die Abhängigkeit von Ratingagenturen reduziert werden. Moody’s-Titel verloren 6,56 Prozent auf 26,48 Dollar. Für McGraw-Hill, zu denen Standard & Poor’s gehört, ging es um 4,53 Prozent auf 30,54 Dollar runter. Die Aktien der Bank of America fielen um 2,84 Prozent auf 13,33 Dollar. Analyst Richard Bove von Rochdale Securities verwies auf «erschreckende» Kreditausfälle bei dem Finanzinstitut. Die Bank dürfte allein in diesem Jahr Kredit-Rückstellungen in Höhe von 46 Milliarden Dollar bilden, so der Experte.


Die Aktien von Wal-Mart Stores büssten 2,77 Prozent auf 48,46 Dollar ein. Die Analysten von Goldman Sachs hatten die Titel von «Buy» auf «Neutral» abgestuft. In naher Zukunft seien keine positiven Impulse zu erwarten, die den Kurs nach oben treiben könnten, hiess es in der Studie. Der Kostendruck dürfte hoch bleiben.


Auch Boeing gehörten mit Verlusten von 3,73 Prozent auf 49,52 Dollar zu den besonders schwachen Werten. Der US-Flugzeughersteller rechnet zwar bereits Mitte nächsten Jahres mit einer Erholung des weltweiten Luftfahrtmarktes, wie steil der Aufschwung aber sein werde, blieb indes unklar. «Wir könnten beim weltweitem Verkehr die Talsohle erreicht haben», sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Scott Carson, auf der weltgrössten Luftfahrtmesse in Paris-Le Bourget lediglich. (awp/mc/ps/35)

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