US-Wirtschaft: Einfuhrpreise und Handelsbilanzdefizit

Dies teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten dies erwartet. Im Vormonat hatten die Einfuhrpreise mit revidiert 3,3 Prozent den stärksten Anstieg seit September 1990 verzeichnet. Ohne Berücksichtigung von Öl erhöhten sich die Importpreise im Dezember um 0,3 Prozent. Die Ausfuhrpreise erhöhten sich um 0,4 Prozent zum Vormonat.


Stärkster Preisauftrieb seit 20 Jahren


Für das Gesamtjahr 2007 ergab sich den Angaben zufolge unterdessen der stärkste Preisauftrieb seit 20 Jahren. Das Preisniveau erhöhte sich 2007 um 10,9 Prozent. Die Ölimportpreise erhöhten sich im Jahresvergleich um 50,1 Prozent. Das ist der stärkste Preisanstieg seit 2002.

Handelsbilanzdefizit im November höher als erwartet

Das Defizit in der Handelsbilanz der USA ist im November höher als erwartet ausgefallen. Das Defizit sei von 57,8 Milliarden US-Dollar auf 63,1 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten mit einem Defizit von lediglich 58,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Anstieg der Importe

Die Ausweitung des Handelsdefizits ist den Angaben zufolge vor allem auf einen Anstieg der Importe zurückzuführen. Die Einfuhren kletterten demnach um 6,0 Milliarden Dollar oder 3,0 Prozent auf 205,4 Milliarden Dollar. Die Exporte legten indes deutlich moderater zu. Sie stiegen um 0,6 Milliarden Dollar oder 0,4 Prozent auf 142,3 Milliarden Dollar.

Handelsdefizit mit China gesunken

Auf der Importseite kletterte vor allem die Ölimporte. Angesichts der hohen Ölpreise legten die Ölimporte wertmässig um 4,8 Milliarden Dollar zu, womit sie einen Grossteil des gesamten Importanstiegs ausmachten. Das Handelsdefizit der USA mit China sank im November um 2,0 Prozent auf 24,0 Milliarden Dollar. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem geringere Importe der USA aus China. (awp/mc/ab)
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