Zehnder: Umsatz und Gewinn gesteigert

Der Umsatz wurde um 5% auf 217,5 Mio EUR gesteigert, währungsbereinigt waren es +4%. Der EBIT erhöhte sich um 23% auf 19,1 Mio EUR und der Reingewinn um 64% auf 16,4 Mio EUR, wie der Hersteller von Heizkörpern und Komfortlüftungen am Freitag mitteilte. Der Reingewinn profitierte dank positiver Währungseffekte von einem Finanzergebnis in der Höhe von +1,6 Mio EUR. Damit wurden die Schätzungen der Analysten klar übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 208,7 Mio, für den EBIT bei 17,2 Mio und für den Reingewinn bei 12,3 Mio EUR.


Mehr Umsatz in Europa
Im Bereich Heizkörper Europa war der Umsatz mit einem Plus von 1% (währungsber. 0%) stabil. Im Segment Lüftungen Europa ergab sich dagegen eine «erfreuliche» Umsatzsteigerung von 11% (10%). Während die Verkäufe in Nordamerika um 7% (3%) anstiegen, legte China um 26% (20%) zu. Der Umsatzanteil des Bereichs Lüftungen stieg auf 31% von 28% im Vorjahr. Innerhalb Europas wurde in den wichtigsten Absatzmärkten Frankreich, Deutschland und Schweiz mehr umgesetzt, wie es heisst. Weitere Rückgänge gab es dagegen insbesondere in Grossbritannien, Spanien und Holland. Die Verbesserung der EBIT-Marge auf 8,8% von 7,5% wird auf die verschiedenen Massnahmen zur Kostenreduktion und zur Optimierung der Prozesse und der Organisationsstruktur zurückgeführt. Diese hätten Wirkung gezeigt, schreibt Zehnder.


Prognosen für Gesamtjahr erhöht
Die beiden Segmente Heizkörper und Lüftungen sollen laut Mitteilung näher zueinander geführt werden, um im Markt vermehrt als Systemanbieter auftreten zu können. Der einheitliche Marktauftritt habe zu temporär höheren Marketing- und Vertriebskosten geführt. Die Umsetzung der Zusammenführung ist laut Zehnder noch nicht abgeschlossen. Man habe die Preise dank der starken Marktposition in verschiedenen Märkten erhöhen können, heisst es weiter. Der positive Effekt sei allerdings teilweise durch höhere Rohmaterialpreise wieder neutralisiert worden. Bezüglich Ausblick gibt sich das Unternehmen zwar gewohnt zurückhaltend, dennoch wurden die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht. Im Gesamtjahr sei mit einem Umsatz von rund 450 Mio EUR zu rechnen, was einer Steigerung von rund 3% entspräche. Im März hatte es noch geheissen, der Umsatz dürfte leicht zurückgehen. Die EBIT-Marge soll im Bereich des Vorjahres bei rund 10% ausfallen. Hier wurde im März noch eine gehaltene bis leicht rückläufige Zahl in Aussicht gestellt.


Kurzfristigkeit des Geschäfts erschwert verlässliche Vorhersagen
In der Vergangenheit sei das zweite Semester jeweils umsatzstärker gewesen als das erste, und die leichten Erholung der Weltwirtschaft gebe diesbezüglich ein positives Signal auch für 2010. Die globale konjunkturelle Wirtschaftslage bleibe jedoch weiterhin unsicher. Unter anderem seien die Auswirkungen der hohen Staatsverschuldungen und der Reduktion der staatlichen Wirtschaftsprogramme schwierig abzuschätzen. Die grundsätzliche Kurzfristigkeit des Geschäfts erschwere verlässliche Vorhersagen zusätzlich. Die verschiedenen strategische und operativen Massnahmen der vergangenen zwei Jahre hätten sich positiv ausgewirkt, wie die vorgelegten Zahlen belegen würden. Das Marktumfeld bleibe jedoch anspruchsvoll, weshalb die Kosten- und Liquiditätskontrolle aufrecht erhalten werden soll. Zehnder geht weiter von einem kontinuierlichen Anstieg der Rohmaterialpreise aus, was sich weiter auf den Materialaufwand auswirken werde. (awp/mc/ss/03)

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