ABB erhält von EU-Kommission grünes Licht für Verkauf von Roboter-Sparte
Brüssel / Zürich – Die EU-Kommission hat die Übernahme der Roboter-Sparte von ABB durch den japanischen Technologiekonzern Softbank genehmigt. Der Zusammenschluss werfe wegen der begrenzten gemeinsamen Marktstellung der Unternehmen keine Wettbewerbsbedenken auf, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.
Der Verkauf geht auf eine Vereinbarung zwischen ABB und Softbank vom Oktober 2025 zurück, wonach ABB aus der Transaktion mit einem nicht-operativen Buchgewinn vor Steuern von rund 2,4 Milliarden US-Dollar und einem Nettoerlös von etwa 5,3 Milliarden rechnet. Die Transaktion soll voraussichtlich Mitte bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
ABB hatte ursprünglich geplant, das Roboter-Geschäft als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen. Das Management entschied sich letztlich aber für den Verkauf, weil es das Angebot von Softbank für attraktiver hielt.
Die Robotik-Sparte von ABB beschäftigt rund 7000 Mitarbeitende und erzielte 2024 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar, was etwa sieben Prozent des ABB-Konzernumsatzes entsprach. In der Schweiz arbeiten rund 100 der weltweit etwa 4000 in der Division tätigen Mitarbeitenden. Nach der Abspaltung will sich ABB künftig auf drei Geschäftsbereiche konzentrieren: Elektrifizierung, Antriebstechnik und Prozessautomation. (awp/mc/ps)