Freiburg – Die Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria hat in den ersten neun Monaten 2026 einen nahezu unveränderten Nettoumsatz erzielt. Während das Spital- und Hotelgeschäft leicht zulegten, gingen die Einnahmen im Immobiliengeschäft zurück.
Der Nettoumsatz sank von Januar bis September um 0,1 Prozent auf 789 Millionen Franken, wie Aevis am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Veränderungen bei den zum Konzern gehörenden Gesellschaften und die Wohnungsverkäufe in Zermatt im Vorjahr ergab sich ein Plus von 0,6 Prozent.
Der Bruttoumsatz stieg um 8,2 Prozent auf 973 Millionen Franken. Dies lag vor allem an höheren Belegarzthonoraren bei Swiss Medical Network. Diese werden aber als Drittleistungen weitergegeben und sind daher im Nettoumsatz nicht enthalten. Aevis bezeichnet deshalb den Nettoumsatz als massgebliche Kennzahl für die Geschäftsentwicklung.
Spitalgeschäft verbessert Profitabilität
Die Tochtergesellschaft Swiss Medical Network steigerte den Nettoumsatz um 1,2 Prozent auf 621 Millionen Franken, wie Aevis bereits am Mittwoch gemeldet hatte. Ohne die Übernahme von Radiologia Ticino und die Restrukturierung der Privatklinik Lindberg betrug das Plus 1,6 Prozent.
Der EBITDA stieg um 41 Prozent auf 42 Millionen Franken. Die Verlagerung der medizinischen Aktivitäten der Privatklinik Lindberg in die Privatkliniken Bethanien und Belair ist inzwischen abgeschlossen. Die Massnahme soll ab 2027 ihre volle Wirkung entfalten.
Hotelsparte wächst – Immobilienumsatz rückläufig
Die Hotelsparte MRH Switzerland steigerte den Umsatz um 1,3 Prozent auf 160 Millionen Franken, wie bereits seit Ende Oktober bekannt. Der durchschnittliche Zimmerpreis erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 607 Franken.
Im Immobiliengeschäft erzielte Swiss Hotel Properties allerdings einen um 18 Prozent tieferen Umsatz von 30 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten allerdings Gewinne von 10 Millionen Franken aus Wohnungsverkäufen in Zermatt zum Umsatz beigetragen, gegenüber lediglich 0,3 Millionen im laufenden Jahr. Die Mieteinnahmen stiegen dagegen um 12 Prozent auf 29 Millionen.
Gesundheitsgeschäft soll sich weiter verbessern
Für den Rest des Jahres und für 2027 sieht Aevis das Gesundheitsgeschäft dank der verbesserten Profitabilität und der umgesetzten Restrukturierungen gut aufgestellt. Eine konkrete Umsatzprognose gab die Gruppe nicht ab. (awp/mc/pg)
