Alpiq mit 21 Millionen Franken Verlust nach neun Monaten

Jasmin Staiblin

Alpiq-CEO Jasmin Staiblin. (Foto: Alpiq)

Alpiq-CEO Jasmin Staiblin. (Foto: Alpiq)

Lausanne – Die Alpiq Gruppe schliesst die ersten neun Monate 2014 mit einem Nettoumsatz von 5’967 Mio. CHF und einem EBITDA von 393 Mio. CHF ab. Das Ergebnis reflektiert das weiterhin anspruchsvolle Marktumfeld. Neben den tiefen Grosshandelspreisen widerspiegelt das Ergebnis das saisonal typisch schwächere dritte Quartal sowie die einmaligen Kosten für die Restrukturierung und für den Rückkauf von Anleihen. Die Strategieumsetzung und Kostensenkungsmassnahmen verlaufen nach Plan.

In den ersten neun Monaten erzielte Alpiq einen konsolidierten Nettoumsatz von 5’967 Mio. CHF (Vorjahr: 6’990 Mio. CHF) und ein EBITDA von 393 Mio. CHF (Vorjahr: 544 Mio. CHF). Das EBIT beträgt 208 Mio. CHF (Vorjahr: 336 Mio. CHF); das Reinergebnis liegt bei -21 Mio. CHF (Vorjahr: 126 Mio. CHF). Massgebend verantwortlich für die schwächeren Resultate sind die anhaltend tiefen Grosshandelspreise, die den Ergebnisbeitrag des gesamten Kraftwerksparks reduzierten, sowie Einmaleffekte, wie die Kosten für die laufende Restrukturierung und den vorzeitigen Rückkauf von Anleihen im Umfang von 543,4 Mio. CHF. Die Restrukturierung und die optimierte Finanzierungsstruktur werden künftig die Rechnung von Alpiq entlasten.

Produktion mit tieferem Ergebnis, moderater Geschäftsverlauf im Handel
Die tiefen Grosshandelspreise schmälerten in den ersten neun Monaten 2014 die Erlöse aus der konventionellen Kraftwerksproduktion, in der Schweiz insbesondere jene der Wasserkraft. Positiven Einfluss auf das Ergebnis hatte die erfolgreiche Inbetriebnahme des neuen Blocks K7 im tschechischen Kraftwerk Kladno.

Im klassischen Grosshandelsgeschäft in Zentral- und Osteuropa konnte Alpiq in der Vorjahresperiode stärker von ausserordentlich guten Handelsopportunitäten profitieren.
Im Rahmen der Strategie kommt der Aufbau des 24/7-Intraday-Geschäfts voran. Alpiq wird rund um die Uhr am Markt aktiv sein, um die unzureichende Vorhersagbarkeit der Wind- und Solarstromproduktion und den daraus steigenden Bedarf an kurzfristiger Flexibilität erfolgreich zu nutzen.

Energiedienstleistungen im Ausbau
In der Gebäude- und Verkehrstechnik nutzte Alpiq Marktopportunitäten. Insbesondere die Nachfrage nach Lösungen in der Energieeffizienz und in der Photovoltaik ist gestiegen. Das Anlagenbau- und Servicegeschäft entwickelte sich stabil. Dort diversifiziert Alpiq verstärkt in den Industriebereich. Im Energiemanagementgeschäft baut Alpiq ihre Stellung im Rahmen der Strategie weiter aus: Bei den Xamax-Lastoptimierungslösungen, die vor allem bei Grossverbrauchern zum Einsatz kommen, wird das zentral gesteuerte Pooling auf Industrie- und Gewerbeunternehmen ausgeweitet.

Ausblick: Rückgang EBITDA am unteren Zielband erwartet
Aufgrund der tieferen Grosshandelspreise rechnet die Branche der Stromproduzenten mit geringeren EBITDA. Alpiq hat bereits im Frühjahr ein gegenüber dem Vorjahr um 30 bis 40 Prozent tieferes EBITDA angekündigt. Dank des konsequenten Kostenmanagements und der operativen Performance erwartet Alpiq eine Reduktion des EBITDA leicht unter 30 Prozent. Die Strategieimplementierung läuft nach Plan. (Alpiq/mc/ps)

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