Cham – Nach dem Bremser im Vorjahr hat die AMAG 2025 wieder Gas gegeben. Der Autoimporteur konnte mehr Autos verkaufen und erreichte beim Umsatz wieder die Marke von 5,0 Milliarden Franken. Im 2024 war der Umsatz auf 4,9 Milliarden Franken zurückgegangen.
Insgesamt hat die Amag Gruppe im vergangenen Jahr 75’026 Autos abgesetzt. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent oder gut 2000 Wagen mehr als vor einem Jahr, wie der Branchenprimus am Freitag vor den Medien in Zürich bekannt gab. Der Marktanteil kletterte auf 32,1 Prozent, nachdem er im Vorjahr auf 30,4 Prozent gesunken war. Damit habe die AMAG den zweitbesten Wert der Unternehmensgeschichte erreicht.
So hat sich der Importeur der Marken VW, Audi, Skoda und Seat/Cupra deutlich besser geschlagen als der Gesamtmarkt. Dieser hat die Talfahrt fortgesetzt. Im vergangenen Jahr gingen die Autoverkäufe in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein um 2,4 Prozent auf 233’737 Wagen zurück.
Der Schweizer Fahrzeugmarkt setzte seinen Abwärtstrend auch 2025 fort und lag gegenüber dem Vorjahr nochmals rund 2 Prozent tiefer. Insgesamt wurden 233’737 neue Personenwagen immatrikuliert – deutlich unter dem Niveau eines «normalen» Autojahres mit 300’000 und mehr Einheiten. In diesem Umfeld konnten die Marken der AMAG Gruppe nicht nur Marktanteile gewinnen, sondern auch stückzahlenmässig zulegen.
Marktanteil von über 30 Prozent bei Elektroautos
Im Bereich der Elektroautos baute die AMAG Gruppe ihre Spitzenposition weiter aus: Mit 16’508 verkauften Elektrofahrzeugen erreichten die AMAG Marken bei den PWs einen Marktanteil von 31.0 Prozent.
VW baut Poleposition aus
Trotz der schwierigen Verhältnisse waren fast alle AMAG-Marken im vergangenen Jahr auf der Überholspur: Das grösste Plus gelang der Marke VW. Diese ist in der Schweiz seit über einem Vierteljahrhundert Marktführer. Mit 25’607 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2025, einem Plus von 1535 Einheiten (+6,4 Prozent) und einer Marktanteilsteigerung von +1,0% vergrösserte Volkswagen den Abstand auf den Zweitplatzierten und war zum 27. Mal in Folge die meistgekaufte Automarke in der Schweiz.
Auf Platz zwei fuhr erstmals Skoda vor, das mit 22’290 Wagen BMW (20’466) hinter sich liess. Auch Seat/Cupra legte leicht zu (+1,4 Prozent). Nur Audi musste einen Dämpfer von -4,2 Prozent hinnehmen. Zusammen mit den Nutzfahrzeugen hat die AMAG im vergangenen Jahr 82’052 Fahrzeuge verkauft.
Weiter erfolgreich beim Leasing
Das Leasingportfolio der AMAG Leasing AG verzeichnete per Ende 2025 ein moderates Wachstum gegenüber Vorjahr. Im Januar und Oktober emittierte die AMAG Leasing AG zwei Senior-Unsecured-Bonds über 250 respektive 150 Millionen Franken. Zusätzlich wurden im September zwei Green Bonds mit einem Gesamtvolumen von 280 Millionen Franken platziert. Damit sind wichtige Voraussetzungen für die weitere Geschäftsentwicklung geschaffen. Im Sinne von «Leasing as a Service» übernahm die AMAG Leasing zudem die Abwicklung der Leasingprozesse für Porsche von der Porsche Financial Services Schweiz AG.
Weiterer Zubau von Photovoltaikanlagen
Die zur AMAG Gruppe gehörende Helion Energy AG errichtete im vergangenen Jahr Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 52,4 GWh – unter anderem Grossanlagen für Aldi, die Gotthard-Arena sowie für das ASTRA bei Yverdon. Damit produzieren alle je von Helion installierten Anlagen knapp 290 Prozent mehr Strom wie alle seit jeher von der AMAG Gruppe importierten Elektroautos verbrauchen. Zusätzlich installierte Helion u.a. für die Migrol-Gruppe zahlreiche Schnellladestationen und leistete damit einen weiteren Beitrag zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz. (mc/pg)
