Amrize steigert Umsatz und Gewinn, senkt aber Prognose

Jan Jenisch, VRP und CEO Amrize. (Foto: Amrize/mc)

Jan Jenisch, VRP und CEO Amrize. (Foto: Amrize/mc)

Zürich – Die auf Baustoffe in Nordamerika spezialisierte Amrize hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz erneut gesteigert. Die Profitabilität konnte wegen der steigenden Kosten dagegen nicht ganz gehalten werden. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden in der Folge gesenkt.

Konkret nahm der Umsatz um 2,2 Prozent auf 3,77 Milliarden US-Dollar zu, wie ehemals zu Holcim gehörende Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Zu diesem Anstieg hätten Preisehöhungen und die jüngsten Akquisitionen beigetragen, wird in der Mitteilung CEO Jan Jenisch zitiert. Gebremst hätten dagegen ungünstige Wetterverhältnisse.

Die grössere Sparte Building Materials steigerte die Verkäufe um 1,8 Prozent auf 2,84 Milliarden Dollar und die kleinere, Building Envelope, die auf Dachausrüstungen und Gebäudehüllen spezialisiert ist, um 3,6 Prozent auf 0,93 Milliarden. Amrize begründet das starke Wachstum von Building Envelope insbesondere mit höheren Volumen und höheren Verkaufspreisen.

Der höhere Umsatz stützte die Gewinnziffern höchstens marginal. So legte der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (Adj. EBITDA) nur knapp um 0,2 Prozent auf 1076 Millionen Dollar zu. Geholfen haben dabei Preiserhöhungen und Beiträge von den übernommenen Firmen. Gebremst haben hingegen die höheren Fracht-, Diesel- und Rohmaterialkosten. Die entsprechende Marge ging in der Folge auf 28,5 Prozent um 60 Basispunkte zurück. Insgesamt hat Amrize mit diesen Zahlen aber die Erwartungen der Analysten knapp verfehlt.

Das Reinergebnis erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 558 Millionen. Als Quartalsdividende soll wie schon für die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres ein Betrag von 0,11 Dollar je Aktie ausgeschüttet werden.

Prognose für 2026 werden gesenkt
Weiter geht Amrize davon aus, dass das laufende Kostensenkungsprogramm «Aspire» die Ausgaben im Gesamtjahr um rund 80 Millionen Dollar senken wird. Dennoch wird der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 gesenkt.

So wird neu ein Umsatz im Gesamtjahr von 12,2 bis 12,4 Milliarden Dollar erwartet, bisher lautete die Prognose auf 12,5 bis 12,7 Milliarden. Die Annahmen für den bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) wurden auf 2,95 bis 3,05 Milliarden von 3,1 bis 3,2 Milliarden zurückgenommen. (awp/mc/pg)

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