Genf – Die Aussenwerbegruppe APG SGA hat 2025 in einem anspruchsvollem Werbeumfeld den Umsatz gehalten und weniger verdient. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen erneut 12 Franken Dividende erhalten. Vor dem Hintergrund der unvorhersehbaren geo- und wirtschaftspolitische Lage bleibt das Planungs- und Buchungsverhalten der Kunden kurzfristig.
Wie die Schweizer Marktführerin am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, ist der Werbeumsatz im Gesamtjahr 2025 mit 327,0 Millionen Franken stabil geblieben. Das zweite Semester lief damit besser als die ersten sechs Monate, für die noch ein Rückgang von 1,5 Prozent ausgewiesen wurde.
Der EBIT verminderte sich in der Zwölfmonatsperiode um 9,0 Prozent auf 33,2 Millionen, die entsprechende Marge betrug 10,1 Prozent nach 11,0 Prozent in 2024. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass das Ergebnis des Vorjahres durch einmalige Gewinne aus dem Verkauf einer Liegenschaft sowie Veräusserungen von nicht mehr benötigten Sachanlagen im Umfang von rund 4 Millionen positiv beeinflusst worden war. Bereinigt um den Liegenschaftenverkauf liege das operative Ergebnis auf Höhe des Vorjahres, so APG.
Unter dem Strich verblieb ein um 10,6 Prozent tieferer Reingewinn von 27,1 Millionen Franken.
Die ausgewiesenen Zahlen liegen bezüglich Umsatz etwas über den Schätzungen der Analysten von ZKB und Research Partners, auf Gewinnebene hingegen etwas darunter.
Den Aktionärinnen und Aktionären winkt im Einklang mit der vor einem Jahr definierten Dividendenpolitik eine Ausschüttung von 12 Franken pro Titel. APG will für 2025 und 2026 jeweils 100 Prozent des Konzerngewinns, jedoch mindestens 12 Franken pro Aktie auszahlen.
Digitale Angebote boomen weiter
Im Heimmarkt Schweiz legten die Werbeerträge geringfügig um 0,3 Prozent auf 312,9 Millionen zu. Gut lief es beim Handel, in der Finanzwirtschaft, bei den Versicherungen sowie in der Dienstleistungsbranche. Weniger Werbung platzierten dagegen Unternehmen aus den Bereichen Automobil sowie Haus und Garten. Einen deutlichen Rückgang verzeichnete APG zudem bei der zyklischen politischen Werbung, welche Wahlen und Abstimmungen umfasst. Erneut sehr gefragt waren dagegen die digitalen Anzeigeflächen.
In Serbien, dem einzigen Auslandmarkt, erwirtschaftete APG einen Umsatz von 14,2 Millionen Franken (-6,5 Prozent). Nach einem stabilen ersten Halbjahr seien die Werbeerträge aufgrund der angespannten politischen Lage in der zweiten Jahreshälfte Jahres rückläufig gewesen, so die Mitteilung. Im laufenden Verfahren gegen den serbischen Staat vor dem internationalen Schiedsgericht rechnet APG nun 2026 mit einer Entscheidung. APG hatte die Stadt Belgrad im Zusammenhang mit der aus Sicht der APG unrechtmässigen Zulassung von Konkurrenten auf Schadenersatz verklagt.
Weiter kurzfristiges Buchungsverhalten
Wie gewohnt verzichtet APG auf einen konkreten Ausblick auf das laufende Jahr. Die unvorhersehbare geo- und wirtschaftspolitische Lage führe im Werbemarkt weiterhin zu einem kurzfristigen Planungs- und Buchungsverhalten.
Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen würden die Werbetreibenden aber weiterhin auf Out-of-Home-Medien setzen. Das APG-Management gibt sich zuversichtlich, dass die Aussenwerbung auch weiterhin Marktanteile gewinnen und die eigene Marktposition weiter ausgebaut werden könne. (awp/mc/ps)
