Basilea schreibt dank Verkauf der Konzernzentrale schwarze Zahlen im 1. Halbjahr

Basilea-CEO David Veitch. (Foto: Basilea)

Basel – Das Biopharmaunternehmen Basilea hat im ersten Halbjahr 2020 das Coronavirus und seine Folgen kaum zu spüren bekommen. Für den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt das Unternehmen seine früheren Ziele.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Massnahmen hätten keinen wesentlichen Einfluss auf die operative Performance und die wichtigsten klinischen Studien mit den Onkologie-Kandidaten Derazantinib und Lisavanbulin gehabt, teilte Basilea am Dienstag mit.

Den Umsatz beziffert die Gesellschaft auf 69,3 Millionen Franken, ein Plus von knapp 10 Prozent gegenüber dem ersten Semester 2019. Diese Entwicklung wurde massgeblich durch die beiden vermarkteten Produkte Cresemba (Isavuconazol) und Zevtera (Ceftobiprol) beeinflusst. Ihre Umsatzbeiträge sind laut Mitteilung um 17,2 Prozent auf 62,0 Millionen Franken gestiegen.

Davon entfielen den Angaben zufolge 36,5 Millionen auf Erträge aus direkt realisiertem Umsatz (non-deferred revenue) und 25,5 Millionen Franken auf die Verbuchung von unrealisiertem Ertrag (deferred revenue). Die Verbuchung dieses unrealisierten Ertrages erfolge für Abschlagszahlungen von Partnern sowie für deren Zahlungen bei Erreichen von Entwicklungs- und regulatorischen Meilensteinen.

Auf Kostenseite machen sich die F&E-Aufwendungen mit 43,9 Millionen Franken bemerkbar, nach 50,8 Millionen im Vorjahr. Sie entstanden hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Phase-III-Programm für Ceftobiprol, dem laufenden präklinischen und klinischen Entwicklungsprogramm für Derazantinib sowie den laufenden pädiatrischen Programmen für Ceftobiprol und Isavuconazol, wie es weiter heisst.

Konzernzentrale an UBS-Pensionskasse verkauft
Unter dem Strich schrieb Basilea dank des verkauften Konzernsitzes schwarze Zahlen. Ende Juni hatte das Unternehmen seine Konzernzentrale in Basel an die Pensionskasse der UBS verkauft und sich dort zugleich eingemietet. Daraus resultierte ein einmaliger Gewinn von 15 Millionen Franken.

Es resultierte beim Betriebsgewinn ein Plus von 12,8 Millionen nach einem Verlust von 13,2 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig kam der Konzerngewinn bei 9,9 Millionen zu liegen (H1 2019: Konzernverlust von 15,4 Millionen).

Den Kapitalabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit hat Basilea in den ersten sechs Monaten um 27 Prozent auf 33,2 Millionen Franken eingedämmt. Dies sei einerseits auf den deutlich steigenden Geldfluss zurückzuführen. Andererseits sei man weiterhin bemüht, die Betriebskosten kontinuierlich zu optimieren.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Basilea davon aus, dass die Umsatzbeiträge von Cresemba und Zevtera zwischen 77 und 87 Millionen liegen werden, was eine Steigerung zwischen 12 und 27 Prozent gegenüber 2019 wäre. Diese Prognose klammere die Verbuchung von unrealisiertem Ertrag (deferred revenue) aus. Stabile Kosten vorausgesetzt, peilt Basilea zudem einen Betriebsverlust 5 bis 15 Millionen Franken an. (awp/mc/ps)

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