Basilea setzt Umsatz- und Gewinnziele für 2026 markant höher

David Veitch

David Veitch, CEO Basilea. (Foto: zvg)

Allschwil – Basilea schraubt schon wieder seine Umsatz- und Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2026 markant nach oben. Das Biopharma-Unternehmen erwartet neu einen Umsatz von 310 Millionen Franken, was einem Anstieg von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie Basilea am Dienstag in einem Communiqué mitteilte.

Bisher hatte das Unternehmen einen Anstieg um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz von 232,4 Millionen Franken angepeilt. Damit hätte Basilea rechnerisch einen Umsatz von 267 Millionen Franken im Gesamtjahr erreicht.

Das ist bereits die zweite Prognoseerhöhung in diesem Jahr. Bereits im August wurden die Ziele anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen hochgesetzt.

Die Umsätze der beiden Kernprodukte Cresemba und Zevtera sollen nun auf rund 250 Millionen Franken klettern, nachdem bisher rund 210 Millionen Franken in Aussicht gestellt worden waren. Man rechne damit, deutlich höhere Meilensteinzahlungen von rund 65 Millionen Franken zu erhalten statt lediglich rund 35 Millionen, erklärte Finanzchef Adesh Kaul in der Mitteilung. 2025 hatten Cresemba und Zevtera einen Umsatz von 194,4 Millionen eingebracht.

Gewinnsprung geplant
Zudem plant Basilea einen Gewinnsprung. Der Betriebsgewinn wird nun auf rund 115 Millionen Franken geschätzt nach bisher rund 70 Millionen Franken. Dies entspricht einem Anstieg von über 120 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 51,5 Millionen Franken.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand dürfte indes leicht tiefer ausfallen als prognostiziert. Neu will Basilea rund 125 Millionen in Forschung und Entwicklung stecken, was rund 18 Prozent mehr wären als im Vorjahr. Bislang hatte die Firma mit einer Steigerung um etwa 20 Prozent gerechnet.

Der Cashflow aus den beiden Kernprodukten soll neu rund 215 Millionen Franken im laufenden Geschäftsjahr erreichen. Die bisherige Guidance hatte auf rund 180 Millionen gelautet.

«Angesichts der anhaltend positiven Dynamik von Cresemba erhöhen wir auch unser «Agenda-2030″-Ziel für den kumulierten Cashflow aus Cresemba und Zevtera von 600 Millionen auf 650 Millionen Franken», sagte der Finanzchef.

Kombinierte Studie spart Aufwand
Beim klinischen Entwicklungsprogramm für Ceftibuten-Ledaborbactam plant das Biopharmaunternehmen neu eine kombinierte Phase-2/3-Studie in einem einzigen Protokoll, das heisst ohne eine zusätzliche, konfirmatorische Phase-3-Studie. Der Studienstart sei weiterhin für Mitte 2027 vorgesehen, hiess es: «Dieser Ansatz erfordert weniger Studienteilnehmer als zwei separate Phase-3-Studien. Erste Daten aus dem Phase-2-Teil der Studie könnten so bereits Ende 2028 zur Verfügung stehen.»

Für das Phase-3-Programm mit dem Mittel Fosmanogepix werden die Ergebnisse für Mitte 2028 erwartet. «Unser Ziel ist es, das Potenzial von Fosmanogepix bestmöglich auszuschöpfen und für den Markteintritt die breitestmögliche Zulassung anzustreben. Daher planen wir, die Ergebnisse beider Phase-3-Studien gemeinsam in die ersten Zulassungsanträge einzubeziehen», so Basilea. (awp/mc/ps)

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