Hinwil – Belimo hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl den operativen als auch den Reingewinn gesteigert. Die Dividende soll entsprechend erhöht werden.
Der operative Gewinn (EBIT) nahm um 28,6 Prozent auf 232,9 Millionen Franken zu, die entsprechende Marge stieg dabei um 1,6 Prozentpunkte auf 20,8 Prozent. Die Verbesserung wurde möglich durch operative Hebel, Innovationskraft und einen vorteilhaften Produktmix, wie der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die HLK-Industrie am Montag mitteilte.
Die Auswirkungen der Zölle seien aufgrund von Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr 2025 sowie durch den «Flow-Through» in der Lieferkette abgeschwächt worden. Letzteres habe teilweise zu einer Verlagerung der Effekte in das erste Quartal 2026 geführt.
Der Reingewinn erhöhte sich gleichzeitig um 23,8 Prozent auf 181,6 Millionen Franken. Die Dividende soll denn auch um 50 Rappen auf 10,00 Franken je Aktie erhöht werden. Mit den vorgelegten Zahlen hat Belimo die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreicht.
Alle Regionen legen zweistellig zu
Der Umsatz war bereits im Januar bekanntgegeben worden. Er kletterte um beinahe 19 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken und damit erstmals über die Milliarden-Grenze. Bereinigt um den negativen Währungseinfluss lag das Wachstum gar bei über 23 Prozent.
Belimo profitierte insbesondere von den Megatrends Urbanisierung, Energieeffizienz und Digitalisierung und dabei speziell vom boomenden Markt für Rechenzentren. Belimo ist hier ein wichtiger Zulieferer für komplexe und effiziente Flüssig-Kühlsysteme. Regional gesehen liefen Amerika und Asien/Pazifik am besten. In Europa hinkte die Entwicklung etwas hinterher, das Unternehmen wuchs indes auch hier zweistellig.
Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einer weiterhin soliden Nachfrage nach Feldgeräten sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung bestehender Gebäude gerechnet. So stellt das Unternehmen ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im mittleren Zehn-Prozent-Bereich in Aussicht sowie eine EBIT-Marge von «voraussichtlich» über 20 Prozent.
Die Margen dürften 2026 durch Wechselkursschwankungen beeinträchtigt werden, hingegen sollten der operative Hebel und der Produktmix einen positiven Beitrag leisten. (awp/mc/ps)
