Bunderat will nationales Gesundheitszentrum schaffen

Alain Berset

Bundesrat Alain Berset, Vorsteher EDI. (Foto: admin.ch)

Bundesrat Alain Berset, Vorsteher EDI. (Foto: admin.ch)

Bern -Der Bundesrat will ein nationales Gesundheitszentruzm schaffen. Dieses soll die bestehenden Aktivitäten in der Qualitätssicherung koordinieren und verstärken sowie Bund, Kantone und Leistungserbringer mit wissenschaftlichen Grundlagen und konkreten Projektarbeiten unterstützen. Dies geht aus der Mitteilung Bundesamtes für Gesundheit vom Mittwoch hervor.

Der Bundesrat will die Sicherheit und Qualität des Gesundheitssystems weiter steigern. Konkret sollen die Qualität der medizinischen Leistungen besser gemessen und der Einsatz anerkannter Standards für die Patientensicherheit verbindlich geregelt werden. Dafür sollen nationale Qualitätsprogramme lanciert und Qualitätsindikatoren entwickelt werden. Ausserdem sollen die Leistungen systematisch auf ihren Nutzen und zweckmässigen Einsatz überprüft sowie Gesundheitstechnologien bewertet werden (Health Technology Assessment, HTA).

Der Bundesrat schlägt vor, hierfür ein nationales Zentrum für Qualität zu schaffen. Dieses soll die bestehenden Aktivitäten in der Qualitätssicherung koordinieren und verstärken sowie Bund, Kantone und Leistungserbringer mit wissenschaftlichen Grundlagen und konkreten Projektarbeiten unterstützen. Die jährlichen Kosten werden auf 32 Mio CHF veranschlagt mit einem Beitrag von 3,50 CHF pro Versichertem pro Jahr.

Unabhängige öffentlich-rechtliche Anstalt geplant
Die unabhängige öffentlich-rechtliche Anstalt soll von einem Verwaltungsrat aus maximal neun unabhängigen Fachleuten geleitet werden und eng mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen, bereits in der Qualitätssicherung tätigen Organisationen zusammenarbeiten. Der Bundesrat hat den entsprechenden Gesetzesvorentwurf in die Vernehmlassung geschickt. Die Vernehmlassung dauert bis zum 5. September 2014.(BAG/mc/cs)

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