Reinach BL – Der Messtechnikspezialist Endress+Hauser ist im Geschäftsjahr 2025 dank einer Übernahme deutlich gewachsen und hat beim Umsatz erstmals die Marke von 4 Milliarden Euro überschritten. Die Gewinn fiel dagegen wegen Wechselkurseffekten unter dem Vorjahr aus.
Das Baselbieter Unternehmen steigerte den Nettoumsatz im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent auf 4,01 Milliarden Euro, wie es am Dienstag mitteilte. Dazu habe die Erweiterung des Produktangebots durch die die Übernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik von Sick entscheidend beigetragen, so Endress+Hauser.
Das organische Wachstum lag im vergangenen Jahr bei 2,6 Prozent. Die negativen Einflüsse der Währungsumrechnung hätten Endress+Hauser rund 3,3 Prozentpunkte Umsatzwachstum gekostet.
Zu spüren bekam das Unternehmen zudem die Investitionszurückhaltung der chemischen Industrie. Für Impulse sorgte dagegen der KI-Boom: Kühlsysteme und Energieversorgung von Rechenzentren benötigten viel Messtechnik, hiess es.
Der Gewinn belief sich noch auf 321,3 Millionen Euro und lag damit um rund 20 Prozent unter dem Vorjahr. Das Ergebnis sei von der Stärke von Euro und Schweizer Franken belastet worden, wird Finanzchef Luc Schultheiss in der Mitteilung zitiert, der Gewinn liege aber auf «gutem Niveau». Daneben hätten sich die Kosten der Übernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik niedergeschlagen.
Weiteres Wachstum als Ziel
Die Investitionen von Endress+Hauser in neue Gebäude, Anlagen, IT und Software lagen laut den Angaben mit 370,8 Millionen Euro auf einem neuen Rekord. So habe die Gruppe Neubauten an den deutschen Standorten Waldheim und Nesselwang eröffnet.
Im neuen Jahr will Endress+Hauser im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, auch wenn der Krieg in Nahost die wirtschaftliche Unsicherheit erhöht. Zudem plant das Unternehmen, 250 neue Stellen zu schaffen. (awp/mc/pg)
