Baar – Der Bodenbelagshersteller Forbo hat im Geschäftsjahr 2025 wegen des weiterhin schwierigen Marktumfelds einen Umsatzrückgang, tiefere Margen und folglich auch weniger Gewinn hinnehmen müssen. Die Dividende soll dennoch erneut stabil gehalten werden.
Der Umsatz reduzierte sich um 3,3 Prozent auf 1,09 Milliarden Franken, in Lokalwährungen ergab sich ein moderateres Minus von 0,3 Prozent. Die regionale Entwicklung sei unterschiedlich verlaufen, teilte Forbo am Dienstag mit. Während der Umsatz in Europa in Lokalwährungen leicht zugenommen habe, hätten die Regionen Asien-Pazifik sowie Amerikas jeweils leichte Rückgänge verbucht.
Der operative Gewinn (EBIT) ging um über ein Viertel auf 87,8 Millionen Franken zurück und die EBIT-Marge um 2,6 Basispunkte auf 8,1 Prozent. Dies entspricht dem tiefsten Wert seit 2017. Der Umsatzrückgang, die geringere Kapazitätsauslastung, die Aufwertung des Schweizer Frankens sowie gestiegene Kosten belasteten gemäss Forbo das operative Ergebnis.
Das Konzernergebnis fiel mit 68,9 Millionen ebenfalls um mehr als ein Viertel tiefer aus als im Vorjahr. Die Dividende soll trotzdem einmal mehr stabil bleiben, und zwar bei 25,00 Franken je Aktie.
Rückgang in beiden Geschäftsbereichen
Die Nachfrage war in beiden Geschäftsbereichen gedämpft. Die grössere Sparte Division Flooring Systems, also das Geschäft mit Bodenbelägen und Bauklebstoffen, verzeichnete einen Nettoumsatz von 738,2 Millionen Franken, was einem Rückgang von 3,6 Prozent entspricht. In einem schwachen und stark umkämpften Bau- und Renovationsmarkt hätten die US-Zusatzzölle zusätzlich belastet.
Die kleinere Sparte Movement Systems, die das Geschäft mit Förderbändern und Antriebsriemen umfasst, erwirtschaftete einen Nettoumsatz von 347,2 Millionen Franken, was einem Minus von 2,6 Prozent entspricht. Die Division war geprägt von verhaltener Investitionsbereitschaft in den USA und Wachstum in Europa sowie APAC.
Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen zwar beim Umsatz, lag jedoch beim Betriebs- und Reingewinn leicht unter dem AWP-Konsens. Die eigenen Ziele für 2025 waren im Sommer nach unten korrigiert worden.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Forbo ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld ohne breite konjunkturelle Erholung. Der Umsatz dürfte laut Management währungsbedingt leicht tiefer ausfallen, der Gewinn leicht höher. (awp/mc/ps)
