Forbo will auf Wachstumspfad zurückfinden und bis 2029 Profitabilität steigern

Johannes Huber, CEO der Forbo-Gruppe. (Bild: Forbo/mc)

Baar – Forbo strebt unter seinem neuen Management eine Rückkehr zum Wachstum sowie eine höhere Profitabilität an. Dies soll unter anderem dank einer stärkeren Fokussierung auf Kunden und Marktsegmente gelingen.

Anlässlich des ersten Capital Markets Day in Zürich stellt das Unternehmen einen Transformationsplan sowie mittelfristige Finanzziele für die Zeitspanne von 2027 bis 2029 vor. Demnach soll in dieser Phase der Umsatz durchschnittlich um 3 bis 5 Prozent in Lokalwährungen wachsen, wie der Spezialist für Bodenbeläge und Förderbänder am Mittwoch mitteilte.

Bis 2029 soll zudem die EBIT-Marge auf über 10 Prozent steigen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2026 wurde ein Wert von 7,7 Prozent erreicht.

Bei der angestrebten Transformation liegt der Fokus auf drei Prioritäten: Ein nachhaltiges profitables Wachstum und die Wiedererlangung finanzieller Stärke sind die ersten beiden Punkte. Die dritte Priorität liegt auf der Festigung der internen Unternehmenskultur, der Entwicklung der Mitarbeiter und der Innovations-Pipeline.

Steuerung der Aktivitäten nach Marktsegmenten
Von einem bisher vor allem Produkt-orientierten Unternehmen soll sich dabei der Fokus künftig stärker auf die Kunden und die Marktsegmente richten. Diese sollen das zentrale Element bei der Steuerung der Geschäftsaktivitäten wie etwa Investitionsentscheiden werden.

Um nachhaltig zu wachsen, will Forbo auch den Vertrieb stärken und ab 2027 auch in «attraktive Wachstumsopportunitäten» investieren. Ausserdem sollen die Service-Dienstleistungen ausgebaut und die Kernprozesse – etwa durch Digitalisierung – optimiert werden.

Zum angestrebten Wachstum sollen beide Divisionen beitragen. So wird für die Sparte Flooring Systems ein jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent angepeilt und für die Sparte Movement Systems ein Wert von 4 bis 6 Prozent. Beide Divisionen sollen zudem bis 2029 eine EBIT-Marge von über 10 Prozent erreichen.

Die Quote für die Ausschüttung von Dividenden soll wie bisher bei 40 bis 50 Prozent des Gewinns gehalten werden.

Forbo hatte in den vergangenen fünf Jahren einige CEO-Wechsel – teils krankheitsbedingt – und auch der Posten des Finanzchefs wechselte mehrmals. Seit Jahresbeginn führt nun Johannes Huber das Unternehmen als operativer Leiter. Heinz Hössli übt seine Funktion als CFO seit vergangenem Juli aus. (awp/mc/ps)

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