Vernier – Givaudan hat im Geschäftsjahr 2025 organisch weiter oberhalb der Guidance zugelegt. Gegenüber dem ausserordentlich starken Vorjahr verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller jedoch an Schwung. Bei der Profitabilität konnte der Branchenprimus aus Genf weiter zulegen.
Aufgrund des klar negativen Währungseffekts stieg der Umsatz in Franken lediglich um 0,8 Prozent auf 7,47 Milliarden Franken, wie der Anbieter von Aromen und Duftstoffen für Lebensmittel, Parfüms sowie Haushalts- und Körperpflegeartikel am Donnerstag mitteilte.
Erwartung der Analysten knapp verfehlt
Organisch, also bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseinflüsse, resultierte ein Zuwachs von 5,1 Prozent – im Vorjahr waren es allerdings noch 12,3 Prozent. Die eigene Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent wurde damit gleichwohl übertroffen.
Die Erwartungen der Analysten wurden damit knapp verfehlt. Diese waren gemäss AWP-Konsens von einem organischen Wachstum von 5,2 Prozent ausgegangen.
Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit einer breit abgestützten Nachfrage in allen Regionen und Geschäftsbereichen sowie mit Preisanpassungen zur Kompensation gestiegener Inputkosten. Gleichzeitig habe man sich trotz eines volatilen Marktumfelds und hoher Vorjahresvergleiche operativ robust gezeigt, heisst es.
Leicht tiefere Margen
Bei der Profitabilität musste der Genfer Konzern allerdings nach den zuletzt gemachten Fortschritten wieder einen leichten Rückschritt hinnehmen. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank um 0,8 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken, die entsprechende Marge auf 23,4 Prozent nach 23,8 Prozent im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt stieg die EBITDA-Marge auf 24,2 Prozent (Vorjahr: 24,5 Prozent). Analysten hatten sich mehr erhofft.
Der Reingewinn lag bei 1,07 Milliarden Franken – das sind 1,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Aktionärinnen und Aktionäre können sich dennoch auf eine Dividende von 72,00 Franken je Aktie freuen – das sind 2 Franken mehr als im Vorjahr.
Zielsetzung unter neuer Führung bestätigt
Für das laufende Geschäftsjahr nennt der Genfer Konzern jeweils keine konkrete Zielsetzung. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert: Givaudan hatte im August für den neuen Fünfjahreszyklus von 2026 bis 2030 ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 4 bis 6 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt.
Der neue Zyklus geht auch mit einem Wechsel an der Konzernspitze einher. Ab März übernimmt Christian Stammkoetter vom langjährigen CEO Gilles Andrier, der das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernimmt, die operative Führung. Givaudan hatte die Personalie zusammen mit der neuen Zielsetzung im Sommer kommuniziert. Stammkoetter war zuvor als Manager beim französischen Nahrungsmittelkonzern Danone für die Region Asien, Naher Osten und Afrika zuständig.
Im abgelaufenen Fünfjahreszyklus von 2021 bis 2025 erzielte der Branchenprimus ein organisches Wachstum von 6,8 Prozent. (awp/mc/ps)
