Hochdorf-Aktionäre rebellieren erfolgreich – Bernard Merki neuer Präsident

Hochdorf-Hauptsitz im luzernischen Hochdorf. (Foto: Hochdorf)

Hochdorf – An der Generalversammlung des Milchverarbeiters Hochdorf hat sich der Unmut der Aktionäre Bahn gebrochen und für einen Wechsel im Verwaltungsrat gesorgt. Die Kandidaten der oppositionelle Aktionäre konnten sich bei den Wahlen für den Verwaltungsrat auf ganzer Linie durchsetzen.

Der bisherige Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter erhielt keine Mehrheit und wurde damit abgewählt. Neu übernimmt Bernard Merki das Präsidium, wie Hochdorf-Sprecher Christoph Hug gegenüber AWP vorhergehende Medienberichte bestätigte.

Die Aktionäre hätten grösstenteils für eine Erneuerung des Verwaltungsrates gestimmt, hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens am Freitagabend. Der neu gewählte Verwaltungsratspräsident Bernhard Merki bedankte demzufolge sich am Schluss der Versammlung im Namen des neu zusammengesetzten Verwaltungsrates für das entgegengebrachte Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre: «Jetzt gilt es, Hochdorf wieder in eine erfolgreiche Zukunft zu führen und die richtigen Impulse für die strategische und operative Führung zu setzen. Ich freue mich, diese Aufgabe als Vertreter aller Aktionärinnen und Aktionäre zu übernehmen», wurde Merki zitiert.

VR mehrheitlich neubesetzt
Bei der Besetzung des Verwaltungsrates konnte sich der Grossaktionär ZMP-Invest mit seinen drei Kandidaten Jörg Riboni, Markus Bühlmann und Bernhard Meki durchsetzen und auch der Kandidat der Aktionärsgruppe Weiss/Maurer, Markus Kalberer, wurde gewählt. Damit besteht das Gremium nun mehrheitlich aus Neubesetzungen.

Wiedergewählt wurden die bisherigen Mitglieder Michiel de Ruiter, Walter Locher und Ulrike Sailer. VR-Präsident Daniel Sauter scheiterte wie erwähnt bei seiner Wiederwahl. Auch die VR-Kandidaten Niklaus Sauter und Hans-Peter Hess waren chancenlos.

Auch in anderen wichtigen Abstimmungen scheiterten die Vorschläge des Verwaltungsrates. Der Dividendenvorschlag des VR mit einer Ausschüttung von 4 Franken pro Aktie wurde abgelehnt. Zudem lehnten die Aktionäre entgegen der Empfehlung des Verwaltungsrates sowohl die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung als auch den Vergütungsbericht ab. Den vorgesehenen Vergütungen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung wurde zugestimmt.

An der Generalversammlung waren 320 Aktionäre anwesenden und 79,8 Prozent der Aktienstimmen waren vertreten. (awp/mc/ps)

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