Huber+Suhner beschleunigt Umsatzwachstum im dritten Quartal

Urs Ryffel

Urs Ryffel, CEO Huber+Suhner. (Bild: Huber+Suhner)

Herisau – Huber+Suhner hat in den ersten neun Monaten 2026 deutlich mehr umgesetzt. Im dritten Quartal hat sich das Wachstumstempo kräftig beschleunigt. Der Auftragseingang blieb hingegen knapp unter dem starken Vorjahresniveau. Die Jahresziele werden bestätigt.

Der Umsatz stieg von Januar bis September um 11,3 Prozent auf 734,1 Millionen Franken, wie der Spezialist für elektrische und optische Verbindungstechnik am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekte ergab sich ein organisches Wachstum von 10,6 Prozent.

Damit hat sich das Umsatzwachstum im dritten Quartal deutlich beschleunigt. Allein in den Monaten Juli bis September legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 30 Prozent zu. Im ersten Halbjahr hatte das Wachstum erst bei 2,6 Prozent gelegen.

Industriegeschäft treibt Wachstum
Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Im Industriesegment stieg der Umsatz um 31,0 Prozent auf 313,9 Millionen Franken. Besonders gut lief das Geschäft mit der Luft- und Raumfahrt sowie der Rüstungsindustrie und der Prüf- und Messtechnik. Seit September trägt auch der übernommene deutsche Spezialist Ingun zum Geschäft bei.

Im Kommunikationssegment ging der Umsatz noch um 4,2 Prozent zurück. Zur Jahresmitte hatte das Minus allerdings noch 14,1 Prozent betragen. Für die Verbesserung sorgte vor allem das Geschäft mit optischen Schaltern (OCS) für KI-Rechenzentren. Im Transportsegment legte der Umsatz um 4,7 Prozent zu. Hier profitierte Huber+Suhner insbesondere von einer Erholung im Automobilgeschäft.

Auftragseingang knapp unter Vorjahr
Der Auftragseingang ging in den ersten neun Monaten um 0,8 Prozent auf 811,9 Millionen Franken zurück. Im Vorjahr hatten insbesondere Grossaufträge für optische Schalter zu einem kräftigen Anstieg geführt. Während die Bestellungen im Kommunikationssegment um 41,4 Prozent einbrachen, legten sie in den Bereichen Industrie und Transport deutlich zu.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Huber+Suhner die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Huber+Suhner weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent. Die operative Marge (EBIT) soll zwischen 10,5 und 12,0 Prozent liegen.

Ein wichtiger Wachstumstreiber bleibt das Geschäft mit KI-Rechenzentren. Dafür hat das Unternehmen die Produktionskapazitäten für optische Schalter massiv ausgebaut. Analysten erwarten insbesondere im vierten Quartal einen deutlichen Umsatzschub durch die Auslieferung dieser Produkte. (awp/mc/ps)

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